Die Frauenarbeit in der ASCIM hat eine lange Tradition. In den letzten Jahren bestand unser Hauptziel darin, Weiterbildungen (Capacitaciones) anzubieten, damit Frauen neue Fähigkeiten erlernen können, die sie entweder in ihrem Zuhause oder in der Siedlung anwenden können. Für das Jahr 2025 sind wir mit großen Erwartungen und klaren Zielsetzungen gestartet. Es war unser Wunsch, in jeder mit der ASCIM kooperierenden Siedlung mindestens einen Nähkurs anzubieten. Darüber hinaus hatten wir geplant, mit einigen Siedlungen CampaCapaz durchzuführen. Im Laufe des Jahres entstand zusätzlich die Idee, in einigen Siedlungen einen Frauentag zu veranstalten. Rückblickend möchte ich einige Höhepunkte sowie Herausforderungen unserer Arbeit in diesem Jahr teilen.
Die Nähkurse wurden im Jahr 2025 von Marianne Rempel geleitet. Während sie diese Tätigkeit zu Jahresbeginn noch in Teilzeit ausübte, war sie ab Mitte des Jahres vollständig in diesem Bereich tätig. Insgesamt wurden Nähkurse in 14 Siedlungen durchgeführt, wobei pro Kurs jeweils sechs Frauen teilnehmen konnten. Insgesamt haben 83 Frauen an diesen Kursen teilgenommen. Die Teilnehmerinnen konnten zwischen verschiedenen Themenbereichen wählen, darunter Bekleidung für Frauen und Kinder, Haushaltsgegenstände und Taschen. Die Begeisterung der Frauen für die Kurse ist spürbar groß. Zu Beginn mag es oft Überwindung kosten, sich einer neuen Herausforderung wie dem Nähen mit einer elektrischen Nähmaschine zu stellen. Doch die Erfahrungen während der Kurse stärken das Selbstwertgefühl der Teilnehmerinnen und ermutigen sie dazu, Neues auszuprobieren und kontinuierlich dabei zu bleiben. Es kommt auch vor, dass Frauen an weiteren Kursen teilnehmen, weil sie so begeistert von dem sind, was ihnen geboten wird. Darüber hinaus wird während der Kurse Vertrauen aufgebaut und wertvolle Freundschaften entstehen die für uns eine besondere Bedeutung haben.
Auch das CampaCapaz, das wie immer in den Räumlichkeiten von Cecamas, Centro de Capacitación para Mujeres del Area Sur, in Campo Alegre stattfand, war in diesem Jahr ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Insgesamt konnten wir sieben Campamentos durchführen. Pro CapaCapaz können bis zu 18 Frauen teilnehmen. Da wir während der drei Tage des Campamentos gemeinsam auf einem Hof wohnen, bietet sich eine wunderbare Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu knüpfen und gute Gespräche zu führen. Natürlich bleibt unser Hauptziel die Weiterbildung in Bereichen wie Kochen, Nähen und Reinigen, damit die Frauen neue Motivation finden, ihren eigenen Haushalt zu führen oder sich eine Arbeitsstelle zu suchen – und schon ein gewisses Grundwissen mitbringen, was sie dort erwarten könnte.
In diesem Jahr haben wir erstmals einen Frauentag in drei verschiedenen Siedlungen organisiert, wobei die Gestaltung je nach Siedlung leicht variierte. Im Großen und Ganzen sah unser Tagesablauf jedoch so aus: Wir studierten gemeinsam einen Text aus der Bibel, kochten oder backten etwas zusammen, stellten Seife her und machten auch gerne noch ein bisschen Handarbeit. Mit einer solchen Vielfalt an Aktivitäten vergeht der Tag wie im Flug. Dabei ist es uns jedoch immer wichtig, den Tag nicht nur mit Programmpunkten zu füllen, sondern durch diese Treffen auch unsere Beziehungen und das Vertrauen innerhalb der Siedlung zu stärken.
Rückblickend war 2025 ein Jahr voller wertvoller Erfahrungen und Begegnungen. Die Nähkurse, CampaCapaz und Frauentage haben nicht nur zur Weiterbildung der Frauen beigetragen, sondern auch Gemeinschaft und Vertrauen gestärkt. Trotz einiger Herausforderungen konnten wir unsere Angebote erfolgreich umsetzen.
Wir sind dankbar für die schönen Momente und blicken mit Freude auf das kommende Jahr, in dem wir unsere Arbeit fortsetzen und weiterentwickeln möchten.


