Es besteht die M├Âglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


Mai 2017

10/05/2017

Besuch von Vertreter der Umweltschutzorganisation WWF

Eine Gruppe von Vertretern von WWF Paraguay sowie auch aus dem Ausland besuchten die ASCIM am 5. Mai 2017. Ihr Ziel war es, allgemeine Informationen ├╝ber die Natur, die Leute und die Produktionsmethoden im s├╝damerikanischen Chaco zu sammeln. Im Rahmen der ASCIM ging es vor allem um die interkulturelle Zusammenarbeit und ganz speziell um die Lebensart der Indigenen im zentralen Chaco. Die WWF ist dabei, einen Dokumentarfilm ├╝ber die Realit├Ąt im s├╝damerikanischen Chaco zu entwickeln.
Nach einer institutionellen Pr├Ąsentation der ASCIM, an der auch die Siedlungsleiter von CNU und Enhlet Yalve Sanga teilnahmen, besichtigte die Besuchergruppe den Konsumladen und das Bildungszentrum in Yalve Sanga. Anschliessend erhielten die WWF-Vertreter auch die Gelegenheit, die Arbeit einer Gruppe der Viehz├╝chter Profinca 5F zu besichtigen und das Haus einer indigenen Familie in Yalve Sanga. 
Der Besuch endete mit einem Gespr├Ąch mit den beiden Siedlungsleitern vor der nat├╝rlichen Niederung in Yalve Sanga, die der Ortschaft den Namen gegeben hat (Yalve Sanga bedeutet in der Enhlet-Sprache "G├╝rteltier, das in der Niederung verschwindet"). Auf allen Stationen des Besuches wurden Fotos und Verfilmungen gemacht, wozu auch eine Drone eingesetzt wurde.


Am Mittwoch, den 10. Mai 2017, besuchte eine weitere Gruppe des WWF Paraguay die ASCIM, dieses Mal in Begleitung von Vertretern der deutschen Regierung. Auch dieser Besuch wurde von der Munizipalit├Ąt Filadelfia koordiniert und von B├╝rgermeister Holger Bergen begleitet. Zugegen waren neben dem deutschen Botschafter in Paraguay, Dr. Claudius Fischbach, auch der Senator des deutschen Bundestages, Dr. Klaus Peter Schulze, die Direktorin f├╝r Landwirtschaft und Landnutzung von WWF Deutschland, Martina Fleckenstein, der Direktor des sozio-├Âkonomischen Institus des Leibniz-Zentrums f├╝r Agrarlandforschung, Stefan Sieber, sowie Vertreter des WWF Paraguay.

Hier k├Ânnen Sie einen Beitrag ├╝ber Sinn und Zweck des Besuches h├Âren.

(Ing. Agr. Torsten Duerksen, Landwirtschaftsabteilung ASCIM)


28/05/2017

Freizeit am CEIYS 2017: Ausdauer im Glauben und im Lernen
   
┬ź Ich habe den guten Kampf gek├Ąmpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten┬╗ (2.Timotheus 4,7a)

Die Freizeit am CEIYS (Centro Educativo Ind├şgena Yalve Sanga) 2017 wurde mit dem Ziel organisiert, die Ausdauer im Glauben und im Lernen zu f├Ârdern. Die Freizeit wurde von Donnerstagabend, dem 25. Mai, bis Samstagmittag, dem 27. Mai, durchgef├╝hrt.
Schon seit Montag, dem 22. Mai, versammelten sich 8 Sch├╝lergruppen f├╝r eine Stunde pro Tag, um sich auf die Freizeit vorzubereiten. Diese Treffen wurden bis zum Beginn der Freizeit fortgef├╝hrt. Jede Gruppe bekam unter der Aufsicht von einem Lehrer die Aufgabe, ein kleines Theaterst├╝ck ├╝ber eine standhafte biblische Pers├Ânlichkeit zu entwerfen: Noah, Joseph, Kaleb (einer der 12 Kundschafter), Meshach (einer der Freunde Daniels), Josiah (K├Ânig von Juda), Nehemia, Hiob und Johannes (ein J├╝nger von Jesus).
Mit der Pr├Ąsentierung dieser 8 kleinen Theaterst├╝cke wurde die Freizeit am Donnerstag um ca. 19:00 Uhr er├Âffnet. Gleich anschlieβend wurde der erste Gottesdienst der Freizeit gefeiert. Zun├Ąchst wurden verschiedene unterhaltsame Aktivit├Ąten durchgef├╝hrt, um das ┬äEis zu brechen┬ô, und danach wurde eine Anbetungszeit abgehalten und eine Predigt gebracht. Nach der Predigt trafen viele Sch├╝ler eine Entscheidung f├╝r Jesus (einige ihre erste Entscheidung und andere eine Erneuerung ihrer Entscheidung).  
Am Freitag hatten wir morgens eine Zeit der Andacht, gefolgt von einem groβen Pfeifspiel. Danach genossen wir ein schmackhaftes Mittagessen: Sch├╝ler, Lehrer und das Team von JUCUM (JUventund Con Una Misi├│n) aus Coronel Oviedo, alle gemeinsam aβen wir Hamburger. Nachmittags wurden Spiele im offenen Versammlungsraum der Schule gespielt und anschlieβend das groβe Rallyespiel.  
Abends hatten wir den zweiten Gottesdienst, wo einige Sch├╝ler die Entscheidung treffen konnten, nicht nur zur ┬ächristlichen Menge┬ô geh├Âren zu wollen, sondern zu der Gruppe, die sich wirklich zunehmend mehr Jesus ann├Ąhern und ihn konsequent besser kennenlernen m├Âchte. Die beiden abendlichen Veranstaltungen waren offen f├╝r die ├ľffentlichkeit.
Am Samstagmorgen hatten wir eine Andacht, wo sich viele Schüler entschieden, ihre „Mauern“ wiederaufzubauen, so wie es auch Nehemia gemacht hatte. Zum Schluss bekamen die beiden besten Spielgruppen ihre Preise und die Freizeit wurde mit dem Anschauen des Freizeitfilms beendet.
Nachdem die Freizeit abgeschlossen war, hatten wir als Lehrer noch einen Extramoment, wo wir von dem Team von JUCUM speziell gesegnet wurden. 
Insgesamt waren mehr als 180 Personen direkt in die gesamte Freizeit involviert: Personal der JUCUM, Sch├╝ler der Klassen 7, 8 und 9, Sch├╝ler des 1ten, 2ten und 3ten Kurses, Studierende aus dem Vorbereitungskurs f├╝r das Institut f├╝r Lehrerbildung und das Personal vom CEIYS. 
Uns bleibt nun noch, dem Team von JUCUM, das mit viel Engagement die Freizeit durchf├╝hrte, einen speziellen Dank auszusprechen. Sie wurden in hohem Maβe von Gott gebraucht, um den Sch├╝lern und Lehrern des CEIYS zu dienen. Unser Gebet ist, dass Gott dieses Team auch an anderen Orten in gleicher Weise gebrauchen kann. Auch danken wir den Sch├╝lern des IBI (Instituto B├şblico Ind├şgena), die uns in der Seelsorgearbeit bei den Sch├╝lern, die eine Entscheidung f├╝r Jesus trafen, behilflich waren.
Es bleibt nun die Herausforderung, der Entscheidung vieler unserer Sch├╝ler eine Kontinuit├Ąt zu verleihen, indem wir sie in ihren ersten Glaubensschritten begleiten.
Gott die Ehre f├╝r all diese Segnungen!

Hier geht es zu den Fotos von der Veranstaltung.

(Norton Martens, Lehrer am CEIYS)


30/05/2017

Siedlungsviehstationen ┬ľ Estancias comunitarias

Die ASCIM hat momentan mit 15 indigenen Siedlungen ein Kooperationsabkommen. Diese Siedlungen haben bis auf Nueva Promesa alle eine Siedlungsviehstation. Man k├Ânnte diese Stationen mit den Kooperativstationen der Mennonitenkolonien vergleichen. Eine Siedlungsviehstation wird vom Verwaltungsrat und dem Wirtschaftsberater der Siedlung verwaltet. Diese ist von groβer Wichtigkeit f├╝r die Siedlung, da sie die gr├Âβte Einnahmequelle der Siedlung ist. Die Einnahmen, die durch den Viehverkauf entstehen, werden zur├╝ckgehalten, um sie dann im Juni mit einem Siedlungskostenvoranschlag f├╝r das kommende Wirtschaftsjahr zu verplanen und dann dementsprechend zu investieren oder auszugeben. Der Unterhalt so einer Viehstationen ist von groβer Bedeutung, da diese das Fundament der Wirtschaft einer Siedlung ist. Also ohne sie gebe es praktisch kein Einkommen und infolgedessen k├Ânnten nur wenige Leute auf der Siedlung Arbeit finden.
  
Nach der ersten offiziellen Impfung gegen Maul- und Klauenseuche dieses Jahres betr├Ągt die Anzahl des Viehbestandes der Siedlungsviehstationen 12.233 Kopf. Es ist aber wichtig zu erw├Ąhnen, dass die Gesamtzahl 15.300 Kopf betr├Ągt. Hier sind dann indigene Privatbetriebe, die F├╝nffamilienviehbetriebe (Fincas 5 Familias) und die Viehstation der Landwirtschafsschule La Huerta (ASCIM) mit eingeschlossen.
 
Die Siedlung mit dem meisten Vieh ist zurzeit Pozo Amarillo mit 1.594 Kopf und die mit dem wenigsten ist Ebetogue mit 300 Kopf. Alle Arbeiten, die auf den Stationen verrichtet werden, m├╝ssen von Leuten aus der Siedlung gemacht werden, also von Mitgliedern der Siedlung. Auf allen Siedlungen wird Jungrinderzucht und nicht Ochsenmast betrieben. Das heiβt, es werden ├╝berall Jungrinder (Desmamantes) verkauft und nicht fettgemachte Ochsen. Dieses System eignet sich gut f├╝r die Situation auf den Siedlungen, weil man dann im Mai den gr├Âβten Teil des Verkaufs macht, um das eingenommene Geld im Juni schon verplanen zu k├Ânnen.
 
Es ist immer ein Bestreben, die Qualit├Ąt der K├Ąlber zu verbessern, obwohl man sagen kann, dass sie zum gr├Âβten Teil schon sehr gut ist. Es ist den Siedlern auch wichtig, dass sie Produzenten sind, die gute Qualit├Ąt liefern und von deren Viehstationen man gerne Vieh kauft. Es lohnt sich auch zu erw├Ąhnen, dass ihnen die Beziehung zum K├Ąufer nicht egal ist und sie sich freuen, wenn man ein paar Worte miteinander austauscht.
 
Zum Schluss m├Âchte ich mich im Namen der ASCIM und den indigenen Siedlungen recht herzlich f├╝r das Vertrauen und die gute Mitarbeit bedanken. 

(Ivan Wiebe, Veterin├Ąrtechniker der ASCIM)