Es besteht die Möglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


August 2016


01/08/2016

Wiederaufnahme der Kooperation zwischen ASCIM und Nueva Promesa

In der Vergangenheit bestand eines der groβen Ziele der ASCIM darin, f√ľr Indianergemeinschaften Land f√ľr land- und viehwirtschaftliche Bewirtschaftung zu sichern. So ist im Jahr 1987 denn auch ein Landst√ľck von 7.350 ha erworben worden, das einer Gruppe von Familien der Ethnie ¬ĄSanapan√°¬ď geschenkt wurde, die dort die Siedlung ¬ĄNueva Promesa¬ď (Neues Versprechen) gr√ľndete. Durch die Vermittlung der ASCIM konnte die Siedlung mit Hilfe von externen Finanzen mit der f√ľr eine gemeinschaftliche Entwicklung erforderlichen Infrastruktur und Ausr√ľstung versehen werden. Deutsch-Mennoniten spendeten der Siedlung Vieh, so dass neben Ackerbau auch Viehzucht betrieben werden konnte. In den folgenden 20 Jahren wurden die in der ASCIM √ľblichen j√§hrlichen Kooperationsabkommen zwischen der ASCIM und den einzelnen Siedlungen ununterbrochen auch mit der Siedlung ¬ĄNueva Promesa¬ď abgeschlossen. 

Ab dem Jahr 1999 wurde die Zusammenarbeit mit der Siedlung aufgrund einer Verteilungsaktion von Siedlungsvieh an die Siedler zunehmend schwieriger. Im Jahr 2007 wurden die Dienstleistungen des Gesundheitsprogramms nicht mehr weitergef√ľhrt, da die Siedler das System der Krankenhilfe auf Gegenseitigkeit (Ayuda Mutual Hospitalaria) missachteten und folglich die Funktion der AMH-Kasse auβer Kraft setzten. Aufgrund der Tatsache, dass die im Kooperationsabkommen festgehaltenen Vereinbarungen im Jahr 2010 nicht mehr eingehalten wurden, konnten keine weiteren Kooperationsabkommen mehr geschlossen werden. Nur mit dem Erziehungsprogramm sind bis heute j√§hrlich Kooperationsabkommen geschlossen worden.

Trotz des zum groβen Teil unterbrochenen Kooperationsverh√§ltnisses gab es in den Folgejahren verschiedentliche Ans√§tze von Siedlergruppen, die Kooperationsbeziehungen mit der ASCIM wieder aufzunehmen. Auch von Seiten der ASCIM war man bestrebt, die Beziehungen zu ¬ĄNueva Promesa¬ď nicht ganz aufzugeben. Verst√§rkt wurde ab dem Jahr 2015 durch Ruben Hiebert aus dem Exekutivteam der ASCIM an einem Vertrauensverh√§ltnis zwischen der ASCIM und ¬ĄNueva Promesa¬ď gearbeitet. Zudem rieten staatliche Institutionen der Siedlung eindringlich zu einem Wirtschaftsberater, so dass der Verwaltungsrat der Siedlung die ASCIM im Februar 2016 offiziell zu einer Sitzung einlud, um √ľber die Wiederaufnahme eines Beratungsverh√§ltnisses zu beraten.

Mittlerweile konnte von Seiten der ASCIM Erdmann Harder aus der Elim Mennoniten Gemeinde Loma Plata als teilzeitiger Wirtschaftsberater f√ľr die Siedlung angeworben werden. Beginnen will man mit der Beratung auf dem Gebiet des Ackerbaus. Man hat vereinbart, dass der Wirtschaftsberater seine Arbeit im August aufnehmen wird. Auf der letzten Sitzung in ¬ĄNueva Promesa¬ď am 14. 06., an der auch Harder teilnahm, erkl√§rte Javier Encina, der Leiter der Siedlung, sich bereit, eine Liste mit den Namen der Siedler, die an Ackerbau interessiert seien, zu erstellen. Und Erdmann Harder gab zu verstehen, dass er in der Siedlung nur dann etwas werde bewirken k√∂nnen, wenn die Siedler bereit sein w√ľrden, mitzumachen.
Im Anschluss an die Sitzung wurde von Mitgliedern des Exekutivteams und Erdmann Harder festgehalten, dass vor allem das Anlegen von Familieng√§rten gef√∂rdert werden soll. F√ľr die Vorbereitung der entsprechenden Landst√ľcke sollen freiwillige deutsch-mennonitische Traktorbesitzer angeworben werden. Sollte es m√∂glich sein, durch Spenden einen Rotationsfonds (Fondo Rotatorio) anzulegen, sollen im Sommer dann auch Marktkulturen angebaut werden. Um an Spenden f√ľr den Rotationsfonds zu kommen, sollen die Gemeinden aus der n√§heren Umgebung besucht oder angeschrieben werden, um das Projekt vorzustellen. Zur Finanzierung der M√∂blierung des Siedlungsb√ľros soll auch anderweitig um Spenden gebeten werden.  
Wir hoffen, dass die Bem√ľhungen um das aktive Kooperationsverh√§ltnis mit der Siedlung ¬ĄNueva Promesa¬ď zur F√∂rderung des harmonischen interkulturellen Miteinanders im zentralen Chaco beitragen.

(Die Informationen wurden einem geschichtlichen Abriss √ľber die Kooperation zwischen der ASCIM und ¬ĄNueva Promesa¬ď von Wilmar Stahl und Protokollen des Exekutivteams entnommen.)

Im Auftrag des Exekutivteams der ASCIM
Heinrich Dyck