Es besteht die M├Âglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


Mai 2015


26/05/2015

Wirtschaftsentwicklung in Anaconda

Vor etwa einem Jahr wurde auf der Siedlung Anaconda begonnen, die frei herumlaufenden, teils wild gewordene ┬äHausschweine┬ô zu verkaufen. Die grosse Anzahl der Schweine machte es den Indigenen unm├Âglich, Famlieng├Ąrten (Huertas familiares) anzulegen, da die Tiere die Anpflanzungen, insbesondere die begehrten S├╝sskartoffeln, zerst├Ârten. Lange hatten sich die Bewohner von Anaconda dagegen gewehrt, die Schweine zu verkaufen, aber durch die ├ťberzeugungsarbeit vom Wirtschaftsberaters Johann Hiebert, der auch Kunden f├╝r die Schweine suchte und einen f├╝r die Produzenten annehmbaren Preis aushandeln konnte,  wurden insgesammt 210 Schweine verkauft. 
Heute laufen noch einzelne, sehr wilde Schweine herum, die aber bisher keinen Schaden anrichten. In Anaconda sind seitdem sehr sch├Âne ┬äHuertas familiares┬ô zu sehen, was u.a. mit dem guten Boden und den g├╝nstigen Regenf├Ąllen zu tun hat. Die Bewohner haben schon viele Produkte geerntet, besondes Mais und S├╝sskartoffeln.

Hier k├Ânnen Sie Fotos von Anaconda sehen.

(Ing. Agr. Thorsten Duerksen, Produktionsprogramm)


25/05/2015

Gesundheitspersonal erh├Ąlt Bef├Ąhigung in Suchtfragen

Das Gesundheitsprogramm der ASCIM, PPSI, hat sein j├Ąhrliches Schulungsseminar durchgef├╝hrt, dieses Mal mit F├ęlix Duarte Dupont von der therapeutischen Vereinigung ┬äEl Camino┬ô als Hauptredner. Er schulte die Angestellten des PPSI, Gesundheitshelfer, Frauenleiterinnen, Gemeindeleiter und F├╝hrer von Gemeinschaften in Themen bez├╝glich des Tabakkonsums, Alkoholismus und andere Suchtkrankheiten.

Die erste Aktivit├Ąt wurde am 19. Mai 2015 in Casuarina f├╝r die Personen der Ethnie Nivacle durchgef├╝hrt. Es beteiligten sich etwa 80 Personen, darunter das Exekutivkomitee der ASCIM. In den Zeugnissen anschlie├čend an den Vortrag kam die Problematik ans Licht, die die indigenen Familien aufgrund von S├╝chten erleben. Daraus wiederum entstand der Wunsch, Selbsthilfegruppen zu gr├╝nden.

Die zweite Aktivit├Ąt mit Pastor Duarte sollte in Armon├şa f├╝r die Enhlet-Gruppe stattfinden; sie musste jedoch wegen der schlechten Wege nach dem Regen bis voraussichtlich den 23. Juni 2015 verschoben werden.

(Dr. Wilmar Dyck, Chefarzt)


21/05/2015

Delegation der OPS besucht Yalve Sanga

Das Gesundheitsprogramm der ASCIM, PPSI, erhielt Besuch von Dr. Carlos Castillo, Vertreter der panamerikanischen Gesundheitsorganisation, OPS/OMS, in Paraguay, in Begleitung von Dra. Gladis Flaming, Beraterin der OPS/OMS Vertretung Paraguay und hohen Funktion├Ąren des Gesundheitsministeriums. Der Besuch stand im Rahmen einer Rundreise der Delegation durch den Chaco. Ziel war es, zu untersuchen, wie die OPS/OMS mit den departamentalen, munizipalen und lokalen Gesundheitsprojekten im paraguayischen Chaco kooperieren kann.

In Yalve Sanga wurde der Delegation sowohl das Gesundheitsprogramm der ASCIM vorgestellt als auch das System der mutualen Krankenversorgung, AMH. Die Delegation zeigte gro├čes Interesse daran, eine Ausweitung der gesundheitlichen Dienstleistungen der ASCIM auf andere indigene Gemeinschaften des Chaco zu erreichen. In Anbetracht der Begrenzungen der ASCIM bez├╝glich Arbeitskr├Ąfte und Finanzen, bot die OPS-Delegation dem PPSI die Unterzeichnung eines Abkommens mit folgendem Rahmen an: Die OPS w├╝rde die prim├Ąre gesundheitliche Betreuung in zwei bis drei Indianergemeinschaften finanzieren, die zur Zeit nicht zum Kooperationsprogramm der ASCIM geh├Âren. Im Gegenzug w├╝rde PPSI die Gemeinschaften in seinen Programmen Impfungen, Familienplanung, Schwangerschaftskontrolle und andere Vorbeugungsma├čnahmen miteinbeziehen. Vor Unterzeichnung eines solchen Abkommens m├╝sste jedoch eine Datenerhebung in den gew├Ąhlten Gemeinschaften gemacht werden, um den diesbez├╝glichen Kostenvoranschlag erarbeiten zu k├Ânnen. Die beiden Seiten einigten sich auf weitere Gespr├Ąche.

(Dr. Wilmar Dyck, Chefarzt)


18/05/2015

Bedingungen f├╝r die Inanspruchnahme der AMH-Kassen 

Wie allseits bekannt ist, k├Ânnen nicht alle Krankenrechnungen der AMH-Versicherten bedingungslos von den AMH-Kassen beglichen werden. Aus diesem Grund m├Âchte ich nachdr├╝cklich darauf hinweisen, dass die AMH-Kassen nur dann die Krankenrechnungen bezahlen, wenn bei der Behandlung der Patienten der Rahmen der vorgeschriebenen Normen ber├╝cksichtigt wird. Das hei├čt, dass der Patient zun├Ąchst in eine Klinik von Indigenen gehen muss, um dort Hilfe zu suchen. Erst wenn da nicht ausreichend geholfen werden kann, wird der Patient in ein gr├Â├čeres Krankenhaus ├╝berwiesen. Daf├╝r m├╝ssen die Angestellten der Klinik aber erst bei der Verwaltung der AMH-Kassen nachfragen (Nr. 0985.914.817), ob die Kasse in der Lage und willens ist, die gesch├Ątzten Kosten zu bezahlen. 
Bei den Kliniken der mit der ASCIM assoziierten Siedlungen werden die Empfehlungen f├╝r die ├ťberf├╝hrung in ein gr├Â├čeres Krankenhaus nur ├╝ber die Internierungsstation des Gesundheitszentrums von Yalve Sanga gemacht. Diese ist 24 Stunden am Tag erreichbar (0985.226.028). F├╝r den Fall, dass dem Patienten im Krankenhaus Yalve Sanga nicht entsprechend geholfen werden kann, schreiben die Dienst habenden Krankenschwestern eine Transferierung des Patienten an ein gr├Â├čeres Krankenhaus aus. 
Wenn Sie also einen kranken Arbeiter haben, bringen Sie den am besten erst einmal in die Klinik seiner Siedlung oder in eine naheliegende Klinik von Indigenen. Nur dann, wenn es schwere F├Ąlle sind, d├╝rfen die Patienten zusammen mit ihrem AMH-B├╝chlein direkt ins Krankenhaus Yalve Sanga gebracht werden.

(Ruben Hiebert, AMH-ASCIM)