Es besteht die M├Âglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


Juni 2015



30/06/2015

Abkommen und Haushaltspl├Ąne

F├╝r das Landwirtschaftsberatungsprogramm der ASCIM ist der Juni ein besonderer Monat. Im Juni erneuert die ASCIM die Kooperationsabkommen mit den Gemeinschaften, die mit der ASCIM zusammenarbeiten. Das sind insgesamt 14 indianische Gemeinschaften im zentralen Chaco. Das Kooperationsabkommen ist ein j├Ąhrlicher Rahmenvertrag, der in Grundz├╝gen die kooperative Arbeit zwischen der ASCIM und der Gemeinschaft festlegt. Das betrifft die drei Bereiche Gesundheit, Bildung und landwirtschaftliche Beratung.
Nach der Unterzeichnung des Abkommens wird der gemeinschaftliche Kostenvoranschlag ├╝berpr├╝ft, in diesem Fall der Haushaltsplan 2014/2015, um dann den neuen Kostenvoranschlag f├╝r die Gemeinschaft zu erarbeiten, der vom 1.Juli 2015 bis zum 30. Juni 2016 gilt. Die Haupteinnahmen dieses Haushaltsplanes stammen aus der gemeinschaftlichen Viehstation. Ausserdem werden Kostenvoranschl├Ąge erarbeitet f├╝r die Maschinen der Gemeinschaft und f├╝r die Verwaltung.
All diese Planungsarbeit unternimmt das Landwirtschaftsberatungsprogramm zusammen mit dem Verwaltungsrat der jeweiligen Indianergemeinschaft. Normalerweise schliesst so eine Arbeitsgemeinschaft mit einem gemeinsamen Mittagessen ab.

Fotos von einiger dieser Planungssitzungen.

Interview mit Ing. Agr. Torsten D├╝rksen,
Koordinator des landwirtschaftlichen Beratungsprogramms


12/06/2015

FRICC feiert Jubil├Ąum


Der regionale Zusammenschluss von indianischen Gemeinschaften im zentralen Chaco, FRICC, feierte am Donnerstag, den 11. Juni 2015, ihr 40 j├Ąhriges Bestehen. FRICC wurde im Jahr 1975 unter der Bezeichnung ┬äJunta Directiva Ind├şgena┬ô gegr├╝ndet. Bei den Schritten zur legalen Anerkennung des Zusammenschlusses ├Ąnderte dieser Name auf FRICC: Federaci├│n Regional Ind├şgena del Chaco Central. 
Ihr Ziel ist die Wahrnehmung der gemeinsamen Interessen, die Fortbildung und der Erfahrungsaustausch.  Sie versteht sich als offizielles Sprachrohr ihrer Gemeinschaften nach au├čen und ist bestrebt, Beziehungen nach Regierungs- und Privatorganisationen aufzubauen.
Im ├Âffentlichen Leben hat sich die FRICC schwerpunktm├Ą├čig f├╝r Landsicherung, Bildung der Jugend und ├Âffentliche Ordnung in ihren Siedlungen eingesetzt. Der Austausch zwischen den einzelnen Gemeinschaften galt zumeist der Suche nach gemeinsamen Wegen f├╝r eine kulturell angepasste soziale und wirtschaftliche Entwicklung der indianischen Gemeinschaften.

Hier k├Ânnen Sie ein Interview mit Wilmar Stahl h├Âren, dem Berater in Sozialfragen der ASCIM.


03/06/2015

Schulkampagne kommt zum Abschluss

Das Gesundheitsprogramm der ASCIM, PPSI, hat die Schulkampagne zur fr├╝hzeitigen Entdeckung von Krankheiten beendet. Bei den Besuchen in den Schulen der Indianergemeinschaften nimmt das Gesundheitsteam Blutproben von den Sch├╝lern, um ihren Blutspiegel zu testen; es wird eine Augen- und Zahnuntersuchung vorgenommen und die Teenager und Jugendlichen werden auf Geschlechtskrankheiten untersucht. Die Sch├╝ler der Primarschulen erhalten ausserdem eine Wurmkur. 
In allen F├Ąllen, in denen eine Disfunktion festgestellt wird, werden die Eltern oder zust├Ąndigen Erziehungsberechtigte informiert, damit diese sich um die notwendige weiterf├╝hrende Behandlung bem├╝hen k├Ânnen. Sch├╝ler mit Augenproblemen werden an die Augen├Ąrzte des Teams von Fundaci├│n Visi├│n weitergeleitet, die jeden ersten Mittwoch im Monat Sprechstunden in Filadelfia abhalten. Die Zahnbehandlung wird von der Zahn├Ąrztin der ASCIM in der Zahnklinik in Yalve Sanga durchgef├╝hrt. Andere Krankheiten k├Ânnen vom Arzt im Gesundheitszentrum in Yalve Sanga behandelt werden. Die Kosten aller gesundheitlichen Behandlungen von Sch├╝lern aus Gemeinschaften, die mit der ASCIM zusammenarbeiten, werden von der mutualen Krankenversorgung, AMH, ├╝bernommen. 

(Dr. Wilmar Dyck, Chefarzt)


01/06/2015

M├Ąrchen, die keine M├Ąrchen sind

Das Gesundheitsprogramm der ASCIM, PPSI, bereitet die Verteilung des B├╝chleins ┬äCuentos que no son cuentos┬ô (M├Ąrchen, die keine M├Ąrchen sind) an die Enhlet- und Nivacle-Kinder vor. Die Verteilung des B├╝chleins ist Teil einer Kampagne gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern, die im Jahr 2013 begonnen wurde.

Im Juli 2014 unterzeichnete der Chefarzt des PPSI, Dr. Wilmar Dyck, auf dem vierten internationalen Kongress ├╝ber Sexualit├Ąt im argentinischen Resistencia ein Abkommen mit der Stiftung ┬äFundaci├│n de la Ciudad┬ô, womit ASCIM die Rechte zur ├ťbersetzung und Ver├Âffentlichung des Materials in zwei Indianersprachen erhielt. ASCIM gab darauf die ├ťbersetzung des B├╝chleins ┬äCuentos que no son cuentos┬ô in den Sprachen Enhlet und Nivacle in Auftrag. Die ├ťbersetzung wurde f├╝r das originale Design nach Resistencia geschickt und anschlie├čend in Asunci├│n in Druck gegeben: jeweils 2.500 B├╝chlein pro Sprache. 

Einige Buchexemplare wurden bereits an das Koordinationsbüro der Frauensozialarbeit der ASCIM weitergegeben, die die Indianerlehrerin in dessen Gebrauch unterweisen wird. Darauf folgt dann die kostenlose Verteilung der Büchlein an die Mütter und Kinder, die an dem Schulprogramm „CEMINUREPE“ in den verschiedenen Indianergemeinschaften teilnehmen. Das Projekt wird in einer gemeinsamen Aktion von ASCIM und den Missionsorganisationen ACOMEM und MIM finanziert.

(Dr. Wilmar Dyck, Chefarzt)