Es besteht die Möglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


August 2015


31/08/2015

Siedlungsbesuche des Exekutivteams der ASCIM

Eines der Ziele im 5-Jahres-Arbeitsplan 2014 ¬Ė 2018 der ASCIM besagt, dass die Verbreitung der Information √ľber die ASCIM nach innen und nach auβen verbessert und erweitert werden soll. Will man der genannten Zielsetzung gerecht werden, dann ist die Information √ľber die ASCIM auch in den indigenen Siedlungen, die zur ASCIM geh√∂ren, zu verbreiten und zu erweitern. So haben wir uns als Exekutivteam der ASCIM f√ľr das zweite Halbjahr 2015 denn auch das Ziel gesetzt, in allen indigenen Siedlungen, mit denen wir ein Kooperationsverh√§ltnis haben, ein Informations- und Diskussionstreffen zu veranstalten. Dazu werden alle 3 Gruppen von Angestellten, die es auf den Siedlungen gibt, eingeladen. Es gibt n√§mlich sowohl Angestellte, die in einem direkten Arbeitsverh√§ltnis mit der ASCIM stehen, als auch Staatsangestellte, die in der ASCIM arbeiten, als auch Siedlungsangestellte. Auβerdem sind auch die Prediger und Frauenleiterinnen eingeladen.
Der erste Teil des Programms dieser Informations- und Diskussionstreffen ist informativer Natur. Nach der Begr√ľβung durch den Siedlungsleiter gibt der Exekutivdirektor erst einmal einige allgemeine Informationen √ľber die ASCIM. Danach schildern die Koordinatoren der einzelnen Beratungsprogramme, was ihr Beratungspersonal in und f√ľr die Siedlungen tut und was sie von den beratenen Angestellten und Siedlern erwarten. Denn nur dann, wenn die Beratenden auf der einen Seite und die Beratenen auf der andern Seite ihre jeweiligen Aufgaben wahrnehmen, wird im wahren Sinne des Wortes kooperiert bzw. zusammengearbeitet.
Der zweite Teil des Programms ist kommunikativer Natur. Den Teilnehmern wird eingeräumt, Fragen zu stellen und Beiträge zu liefern, die ihre Sicht der Dinge zum Ausdruck bringen. Auf diese Weise entsteht dann ein Dialog zwischen uns als Kooperationspartnern, der dem gegenseitigen Verständnis dienlich ist.
Die bereits stattgefundenen Treffen wurden gut besucht und dienten neben der Durchf√ľhrung des formellen Programms auch dem informellen Zusammensein. Solche Treffen bieten n√§mlich die M√∂glichkeit, sich freundschaftlich zu begr√ľβen, sich kurz auszutauschen, miteinander zu lachen und sich beim Abschied alles Gute und Gottes Segen f√ľr die Zukunft zu w√ľnschen. 
Welche Auswirkungen diese Treffen im Einzelnen mit sich bringen werden, bleibt abzuwarten. Der gegenseitigen Wertsch√§tzung tun sie aber allemal gut. Und diese ist f√ľr ein gutes Kooperationsverh√§ltnis unerl√§sslich.

(Im Auftrag des Exekutivteams der ASCIM, Heinrich Dyck)


10/08/2015

R√ľstzeit f√ľr Lehrerinnen des Mutter-Kind-Programms

Am 30. und 31. Juli 2015 fand auf dem Freizeitgel√§nde ¬ĄAurora Chaque√Īa¬ď eine R√ľstzeit f√ľr die Lehrerinnen der Escuelitas statt, die im M√§rz mit dem Unterricht angefangen haben. Es wurde einiges vom Material wiederholt und ein Vortrag √ľber Zahnpflege gebraucht. Weiter sollten Bibelstudium, Singen und Gebet dazu beitragen, dass die Lehrerinnen etwas auftanken und somit mit neuem Mut und Kraft ins zweite Halbjahr einsteigen. In dem Mutter-Kind-Programm (Escuelitas) werden 3 bis 5 j√§hrige Kinder f√ľr die Schule vorzubereitet und eine gesunde Ern√§hrung und  Hygiene gelehrt. Die Mitarbeit der M√ľtter ist sehr wichtig. Sie begleiten ihre Kinder zur Escuelita und beteiligen sich an allen Aktivit√§ten, kochen die Zwischenmahlzeiten, helfen ihnen beim Waschen und Z√§hneputzen.

(Anganetha Eitzen, Leiterin der Frauensozialarbeit)


07/08/2015

Sesamernte

Im Juli 2015 wurde die Sesamsaison 2014/2015 in den Indianergemeinschaften, die mit der ASCIM kooperieren, abgeschlossen. Es waren insgesamt 1.865 Hektar Sesam ges√§t worden. Daf√ľr hatte FIDA Kredite an 1.316 Produzenten vergeben (etwa 1,5 Hektar pro Produzent). Die Ernte lag bei durchschnittlich nur 206 Kg/Ha. Die Gr√ľnde daf√ľr wurden durch verschiedene Faktoren verursacht: zum einen die fehlende rotierende Landwirtschaft, wodurch der Boden ausgebeutet wird und Krankheiten sich im Boden einnisten. Dann wurden die Pflanzungen von Unkraut √ľberwuchert und von Raupen befallen, andere wurde sp√§t geschnitten. 
Das Kreditsystem funktioniert folgenderma√üen: Jeder Produzent ohne ausstehende Kreditzahlungen kann einen Kredit in seiner Gemeinschaft beantragen. Es besteht die M√∂glichkeit, die Aussaat alleine zu machen oder aber in einer Gruppe, wo sich 5 Produzenten zusammentun, um eine gr√∂√üere Fl√§che gemeinsam zu bepflanzen und so die Kosten zu reduzieren. Die Maschinen der Gemeinschaft leisten die Dienste f√ľr die Vorbereitung der B√∂den und Aussaat sowie auch f√ľr bestimmte andere notwendige Pflege an den Feldern. Beim Abliefern seiner Ernte im Gemeinschaftslagerraum, erh√§lt der Produzent eine Anzahlung f√ľr seine Produktion. Wenn die Gemeinschaft die Ernte dann vollst√§ndig von dem Endk√§ufer einkassiert hat, wird die Kreditabrechnung gemacht und die Nachzahlung an den Produzenten get√§tigt.

(Agronom Thorsten Duerksen, Landwirtschaftsprogramm)


06/08/2015

Tag zur geistlichen Aufr√ľstung
 
Die geistliche Gesundheit der Patienten und des Personals ist eine der Sorgen des Gesundheitsprogramms der ASCIM. Mit diesem Ziel wird j√§hrlich eine R√ľstzeit durchgef√ľhrt, wo sich das PPSI-Personal zusammen mit den Ehepartnern versammelt, um Vortr√§ge zu einem geistlichen Thema zu h√∂ren und sich dar√ľber auszutauschen. 

In diesem Jahr fand die R√ľstzeit am 28. Juli 2015 in Yalve Sanga unter dem Thema ¬ďintime Beziehung zu Gott¬Ē statt. Dazu brachte der Leiter der Gemeinde ¬ďHoffnung f√ľr alle¬Ē, Jerry Reimer, zwei Vortr√§ge. Er unterstrich, dass Gott in verschiedener Art und Weise spricht und jeder Christ aufgefordert ist, die Beziehung zu Gott zu pflegen, um ihn zu h√∂ren und zu verstehen. Reimer ermutigte dazu, die Bibel als Filter f√ľr alle Erfahrungen zu gebrauchen und jegliche Entscheidung im Licht der Bibel zu treffen.
Der Tag endete mit Gruppengespr√§chen, wo ein jeder von Erfahrungen mit Gott erz√§hlen konnte und wo miteinander und f√ľreinander gebetet wurde.

An Tagen mit speziellen Anl√§ssen wie der R√ľstzeit schliesst PPSI die T√ľren der Installationen f√ľr die normalen Aktivit√§ten. Notf√§lle und die Station werden von Personen bedient, die daf√ľr f√ľr diesen Tag angeworben wurden. Auf diese Weise ist es dem gesamten Personal m√∂glich, an der R√ľstzeit teilzunehmen und Segen zu empfangen.


                                    (Dr. Wilmar Dyck)


05/08/2015

Lehrerkonferenz in Yalve Sanga

Zu Beginn der schulischen Aktivit√§ten nach den Winterferien fand am 27. und 28. Juli 2015 eine Lehrerkonferenz f√ľr alle Lehrer aus dem Bereich der ASCIM-Supervision statt. Das Datum wurde so gew√§hlt, da die Lehrer erfahrungsgem√§ss aufnahmef√§higer zu der Konferenz kommen, als wenn diese vor Beginn der Winterferien zum Abschluss des ersten Semesters stattfindet. 

Die Konferenz begann nach gemeinsamen Gesang und Besinnung mit allgemeinen Informationen von der Supervisi√≥n, darunter auch die Vorstellung des Buches ¬ďM√§rchen, die keine M√§rchen sind¬Ē, das in zwei Indianersprachen √ľbersetzt worden ist. Allen Lehrern aus der Enhlet- und der Nivacle-Sprache wurde ein solches Buch auf die Hand gegeben. Sp√§ter sollen auch die Kinder der beiden Volksgruppen das Buch erhalten. 

Am Nachmittag des ersten Konferenztages ging es dann um die 80 j√§hrige Geschichte des Chacofriedens. Lehrer Alfred Giesbrecht brachte einen geschichtlichen R√ľckblick und wies darauf hin, was Frieden in dem heutigen interkulturellen Zusammenleben bedeutet. 

Der zweite Tag der Lehrerkonferenz stand unter dem Thema der Finanzverwaltung, zu dem Victor Hugo Vera von der Stiftung ¬ďBuen Gobierno¬Ē in mehreren Vortr√§gen sprach. Dabei ging es um die √úberwindung von mittelm√§ssigen Leistungen hin zur Anstrengung und besserer Leistung auf der Arbeitsstelle. Weiter stellte er die Wichtigkeit einer guten Zeiteinteilung vor und ging auf den Umgang mit den Finanzen ein. Er unterstrich, dass jede Person erst die eigene Identit√§t gefunden haben muss und sich √ľber seine Haltung und Denkweise im Klaren sein muss, ehe er an andere herangehen kann, um Ver√§nderung zu bewirken.

Die teilnehmenden Lehrer √§usserten sich in der Auswertung der Konferenz sehr positiv vor allem √ľber die Vortr√§ge des letzten Tages. Das Thema war von ihnen auf der Lehrerkonferenz im Februar vorgeschlagen worden.

Hier k√∂nnen Sie einige Fotos der Veranstaltung sehen.

(Lic. Elroy Funk)