Es besteht die M├Âglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


Mai 2014


28/05/2014

Fortbildung f├╝r Gesundheitsarbeiter der ASCIM

Am Mittwoch vergangener Woche, den 21. Mai 2014, fand ein Fortbildungsseminar f├╝r alle Personen statt, die im Gesundheitsprogramm der ASCIM mitarbeiten. Dazu geh├Âren sowohl die angestellten und ausgebildeten Personen als auch die freiwilligen Gesundheitshelfer und Hebammen in den Siedlungen. Das Seminar wurde am Mittwoch, den 21. Mai, f├╝r die Angestellten der Enhlet in Campo Largo durchgef├╝hrt. Lic. Conny Aquino sprach ├╝ber Sexualerziehung in der Familie. Ihre Vortr├Ąge wurden in die Enhlet-Sprache ├╝bersetzt. 
Das gleiche Seminar sollte am Freitag, den 23. Mai in Tiberia, bei Yalve Sanga f├╝r Gesundheitsarbeiter der Nivacle-Ethnie stattfinden. Es wurde aber aufgrund des ung├╝nstigen Wetters auf den 26. Juni 2014 verschoben.

(Ruben Hiebert, Gesundheitsprogramm)



20/05/2014
 

ASCIM ┬ľGesundheitsprogramm erh├Ąlt neue Ambulanz

Am Montag, den 12. Mai 2014, passend zum Tag des Krankenpflegepersonals, ist die neue Ambulanz der ASCIM in Betrieb genommen worden. Der Wagen Nissan Furgon japanischer Herkunft wurde gegen die schon mehrere Jahre im Dienst stehende Ambulanz der ASCIM umgetauscht und f├╝r die Bed├╝rfnisse des ASCIM-Gesundheitsdienstes eingerichtet. In einer schlichten Feier auf dem Hof des Gesundheitszentrums in Yalve Sanga segnete Missionar Melvin Warkentin die Ambulanz sowie auch dessen Fahrer und die Personen, die von dem Wagen Nutzen ziehen werden.

Am gleichen Tag feierte das Gesundheitspersonal der ASCIM auch den Tag des Krankenpflegepersonals. Im PPSI sind rund 70 Personen t├Ątig, davon etwa 10 Krankenschwestern/pfleger und etwa 30 Gesundheitsf├Ârderer/innen. Der Abend wurde mit Gesang, Abendessen und gemeinsamen Spielen gestaltet. Hier k├Ânnen Sie einige Fotos sehen.

(Ruben Hiebert, Gesundheitsprogramm)


07/05/2014

Durchf├╝hrung der allj├Ąhrlichen R├╝stzeit f├╝r die Indianer- Frauenleiterinnen und deren Komitees.

Wie jedes Jahr, so durften wir auch zu Beginn dieses Jahres die allj├Ąhrlichen R├╝stzeiten f├╝r die Frauenleiterinnen und deren Komitees von allen Indiandersiedlungen und Arbeiterlagern, die mit der ASCIM zusammenarbeiten, durchf├╝hren:

  • Am 2. und 3. April 2014 in Tiberia, Yalve Sanga f├╝r die Nivacl├ę Frauen.
  • Am 4. April 2014 in Campo Ara├▒a, Campo Largo f├╝r die Lenguafrauen von Campo Largo, Yalve Sanga, Filadelfia und San Loewen.
  • Am 11. April 2014 in Nueva Promesa f├╝r die Lengua-Toba-, und Sanapan├ífrauen in Nord-Menno Bereich.
  • Am 25. April 2014 in Nueva Vida f├╝r die Lenguafrauen im S├╝d-Menno Bereich.

Ingesamt nahmen 572 Frauen daran teil. Dass Thema f├╝r alle 4 R├╝stzeiten war: ┬ôGottvertrauen┬ö nach Psalm 37, welches von verschiedenen Rednerinnen gebracht wurde. Ausserdem durfte jede Gruppe sich mit 2 Liedern pr├Ąsentieren; die Leiterinnen brachten den Bericht von ihrer Arbeit im vergangenen Jahr und stellten das jeweilige Komitee vor. Das Material f├╝r das Bibelstudium in ihren Gemeinschaften wurde ihnen ausgeh├Ąndigt. Jede Gruppe organisiert dann vorort ihre Frauenstunden.
Diese R├╝stzeiten sind f├╝r die Frauen sehr wertvoll. Sie sind praktisch der Start f├╝r ihre Arbeit in diesem Jahr. Ich bin sehr dankbar f├╝r jede Leiterin, die bereit ist, diesen Dienst in ihrer Gemeinschaft zu tun.


(Anganetha Eitzen, Koordinatorin der Indianerfrauenarbeit der ASCIM)


01/05/2014

Verwaltungsform der zum Beratungsprogramm der ASCIM geh├Ârenden indigenen Siedlungen

So wie die deutschmennonitischen Kolonien im zentralen Chaco Koloniestatute haben, haben auch die zum Beratungsprogramm der ASCIM geh├Ârenden indigenen Siedlungen Gemeinschaftsstatute. In diesen Statuten ist die Verwaltungsform der jeweiligen Siedlungen grunds├Ątzlich festgeschrieben. Dabei ist die Gemeinschaftsversammlung (Asamblea comunitaria) die h├Âchste Autorit├Ąt der Siedlung. Zu der Versammlung geh├Âren alle M├Ąnner und Frauen, die ├╝ber 18 Jahre alt sind. In den Siedlungen sind laut den jeweiligen Statuten ordentliche Gemeinschaftsversammlungen durchzuf├╝hren, und zwar je nach Siedlung eine oder zwei pro Jahr. Bei Bedarf k├Ânnen aber auch au├čerordentliche Gemeinschaftsversammlungen durchgef├╝hrt werden. Einberufen werden die Gemeinschaftsversammlungen vom Verwaltungsrat der Siedlung (Consejo comunitario), wobei die Initiative f├╝r die Einberufung einer Versammlung teils auch von einer Gruppe von mindestens 10 Mitgliedern kommen kann. Der Verwaltungsrat seinerseits wird auf einer Gemeinschaftsversammlung gew├Ąhlt und repr├Ąsentiert und regiert die Gemeinschaft zwischen den Gemeinschaftsversammlungen. Die Kandidaten, die f├╝r die Formierung des jeweiligen Verwaltungsrates zur Wahl stehen, werden nicht einheitlich bestimmt. Teils ist es so, dass jedes Dorf der Siedlung einen Kandidaten pr├Ąsentiert, teils schlagen Verwandtschaftsgruppen oder auch andere Gruppierungen die Kandidaten vor. Wichtig ist, dass die Interessen aller Mitglieder einer Siedlung durch die verschiedenen Verwaltungsratmitglieder (Consejales) im Verwaltungsrat der Siedlung vertreten werden. Ist der Verwaltungsrat, der aus 7 bis 9 oder auch mehr Mitgliedern besteht, einmal gew├Ąhlt, w├Ąhlt er ein Mitglied aus seiner Mitte zum Pr├Ąsidenten des Verwaltungsrates (Presidente del Consejo). Der Verwaltungsrat trifft sich einmal im Monat zu einer ordentlichen Sitzung und f├╝hrt bei Bedarf auch au├čerordentliche Sitzungen durch. Neben dem Pr├Ąsidenten haben die Siedlungen aber auch einen Verwalter (Administrador) bzw. Oberschulzen, der in der Regel so wie die Verwaltungsratmitglieder von der Gemeinschaftsversammlung gew├Ąhlt wird. Die Aufgabenbereiche der beiden sind nicht eindeutig festgeschrieben, aber grunds├Ątzlich ist es wohl so, dass der Verwalter oder Oberschulze sich mehr um die institutionellen Angelegenheiten wie Verwaltungsb├╝ro, Konsumladen, Gesundheitswesen, Erziehung, Siedlungsviehstation, Ackerbau und Maschinenpark k├╝mmert und der Pr├Ąsident mehr um die gemeinschaftlichen Angelegenheiten wie etwa das Schlichten von Streitigkeiten und die Wahrnehmung anderer Belange der Siedler. 
In den Gemeinschaftsstatuten ist zum Teil vorgesehen, dass im Verwaltungsrat eine Aufgabenverteilung vorgenommen wird, so dass die einzelnen Verwaltungsratmitglieder f├╝r je einen Gemeinschaftsbereich verantwortlich sind. Allerdings gestaltet es sich schwierig, diese Arbeitsweise in die Tat umzusetzen. 
Die allgemeinen Befugnisse und Funktionen eines Verwaltungsrates sind etwa die folgenden: 
- Die G├╝ter und die Dienstleistungen der Gemeinschaft verwalten. 
- Als legaler Repr├Ąsentant der Gemeinschaft fungieren.
- Fragen der Mitglieder f├╝r die Pr├Ąsentierung auf der Gemeinschaftsversammlung aufnehmen. 
- Die Interessen der Gemeinschaft nach au├čen vertreten. 
- Die Harmonie, die Gesundheit, die Vorbereitung der jungen Generation und die wirtschaftliche Produktion innerhalb der Gemeinschaft f├Ârdern. 
- Die Einhaltung des Gemeinschaftsstatus und der Beschl├╝sse der Gemeinschaftsversammlungen ├╝berwachen. 
- Gemeinschaftsversammlungen einberufen und f├╝r die Durchf├╝hrung der einzelnen Dienstleistungen der Gemeinschaft Personal (Sekret├Ąr, Verk├Ąufer, Gesundheitsf├Ârderer, Traktorist usw.) anstellen.
Da die Zusammenarbeit zwischen den Siedlungen und der ASCIM heute auf der Grundlage von Abkommen (Convenios) und Kostenvoranschl├Ągen (Presupuestos), die j├Ąhrlich abgeschlossen bzw. erstellt werden, geschieht, ist es eine wichtige Aufgabe des Verwaltungsrates, im Namen der Siedlung zusammen mit den entsprechenden Vertretern der ASCIM ├╝ber die Form und die Finanzierung der Beratungs- und Gemeinschaftsarbeit innerhalb eines gewissen Rahmens zu befinden und zu entscheiden.
Neben dem Verwaltungsrat bzw. parallel zu diesem kann es dann aber auch noch eine Nachbarschaftskommission (Comisi├│n vecinal) geben, die die Beziehungen zur Munizipalit├Ąt pflegt.

(Im Auftrag des Exekutivteams der ASCIM, Heinrich Dyck)