Es besteht die Möglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


März 2014


31/03/2014

ASCIM präsentiert sein Gesundheitsprogramm vor staatlichen Funktionären

Dr. Wilmar Dyck, Chefarzt des Gesundheitsprogrammes der ASCIM, nahm am Montag, den 24. März 2014, an einem Arbeitstreffen der Abteilung fĂĽr die primäre Gesundheitsbetreuung, APS, des Gesundheitsministeriums in Teniente Irala Fernández, Departament Presidente Hayes, teil. Das Treffen war organisiert worden, um eine Verdoppelung der Anstrengungen fĂĽr die gesundheitliche Betreuung in den Chaco-Ortschaften zu verhindern. Dr. Dyck präsentierte dasGesundheitsprogramm der ASCIM und beantwortete Fragen bezĂĽglich der AMH-Krankenversicherung, die fĂĽr die Indianer des Chaco gegrĂĽndet wurde. Die ASCIM arbeitet in 13 Chaco-Ortschaften mit einem System, das sowohl die Vorbeugung und die Behandlung beinhaltet als auch die Internierung und Rehabilitation von Patienten. Ausserdem verwaltet ASCIM eine Schule fĂĽr die Ausbildung von Gesundheitsförderer, die der evangelischen Universität von Paraguay unterstellt ist. Die Abteilung fĂĽr die primäre Gesundheitsbetreuung des Ministeriums, ihrerseits, ist darum bestrebt, die gesamte Bevölkerung des Chaco mit den primären Gesundheitsdienstleistungen zu erreichen. In vielen Fällen wird dieses Ziel aufgrund der grossen Distanz zwischen den Ortschaften, fehlenden Fahrzeugen oder Brennstoff nicht erreicht.
In diesem Zusammenhang diente das Treffen mit den Vertretern der familienbezogenen Gesundheitsbetreuung, USF, im Einflussgebiet der ASCIM dazu, über eine mögliche Koordinierung der Anstrengungen von beiden Seiten zu sprechen, um die höchstmögliche Anzahl von notleidenden Ortschaften zu erreichen. ASCIM verpflichtete sich bei dieser Gelegenheit, das integrale Ernährungsprogramm, PANI, durchzuführen, dessen Hauptziel es ist, die Lebensbedingung der paraguayischen Bevölkerung aus einer vorbeugenden und integralen Perspektive heraus zu verbessern. Nutzniesser des Programms sind Kinder unter 5 Jahren und schwangere Frauen mit einem niedrigen Gewicht, die monatlich 2 Liter mit Eisen, Kalzium, Zink, Kupfer und Vitamin C angereicherte Vollmilch erhalten.

Hier können Sie ein Interview mit Dr. Wilmar Dyck hören. Das Interview wurde von Gati Harder, Radio ZP-30, gemacht und zur VerfĂĽgung gestellt.
 
(Dr. Wilmar Dyck, Chefarzt)


24/03/2014

ASCIM-Gesundheitsprogramm im Kampf gegen Tuberkulose

1982 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den 24. März zum Welt-Tuberkulose-Tag, um gezielt auf die Tuberkulose aufmerksam zu machen. Die beaufsichtigte Behandlung der Patienten mit Tuberkulose ist eine sehr wichtige Arbeit des Personals für Volksgesundheit der ASCIM. Im ersten Halbjahr 2013 wurden 16 neue Patienten mit dieser Pathologie entdeckt und im zweiten Halbjahr 15. Die meisten Tbc-Patienten sind sehr dankbar für die Behandlung und bei allen wird die Medikamenteneinnahme sorgfältig überwacht. Die Gesundheitshelfer, die einen freiwilligen Dienst in den Dörfern leisten, sind sehr wertvoll für dieses Programm.

Eine korrekte Behandlung von Tuberkulose dauert mindestens sechs Monate, bei resistenten Fällen sogar bis zu zwei Jahre. In dieser Zeit müssen alle Patienten regelmäßig einen Mix aus mindestens vier verschiedenen Antibiotika einnehmen.

Hier eine Statistik über die Verzeichnung von Tuberkulose-Fällen in den von ASCIM betreuten Indianergemeinschaften:

Tasa de incidencia TBC contagiosa x  1000 habitantes


Años196819691970197119721973197419751976
Tasa Tbc10,59,610,46,75,212,68,81010











Años197719781979198019811982198319841985
Tasa Tbc7,875,32,64,33,853,73,9











Años198619871988198919901991199219931994
Tasa Tbc3,33,24,23,3333,73,73,2











Años199519961997199819992000200120022003
Tasa Tbc3,62,72,62,24,52,93,72,72,7











Años2004200520062007200820092010201120122013
Tasa Tbc2,82,931,92,82,63,423,32,5



20/03/2014

Studienreise des Exekutivteams vom 09. – 11. 03. 2014 in die Gegend des Nationalparks „Teniente Agripino Enciso“

Am Sonntag, dem 09. 03. 2014, war es wieder soweit. Das Exekutivteamder ASCIM begab sich auf Studienreise. Das Ziel der Reise war diesmal das Umfeld des Nationalparks „Teniente Agripino Enciso“ im nordwestlichen Chaco. So nahmen wir am Sonntag gegen Abend denn auch Quartier im dortigen Nationalen Tourismushotel, um von hier aus die Gegend zu erkunden. 
Am Montagvormittag besuchten wir Abram Bergen und seine Familie auf „La Madelon“. Die Familie Bergen kommt aus der Mennonitenkolonie „Nueva Durango“ in Ostparaguay. Diese Kolonie hat hier ein Landstück von über 18.000 ha gekauft. Auf diesem Landstück versucht sich die Familie Bergen nun mit anderen Siedlern zusammen eine neue Heimat zu erarbeiten. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und Bergen zeigte sich sehr dankbar über den Besuch, zumal ihm von uns als erfahrenen „Chaqueños“ viele praktische Hinweise zu seinen Fragen und Beobachtungen gegeben werden konnten. Mit Traktoren und Strom, aber ohne Auto und Telefon schienen sie uns doch sehr ausgegrenzt zu sein von den zur Lebensbewältigung notwendigen Dienstleistungen im Chaco.
Montagnachmittags brachen wir in Richtung Dünen des Chacos (Médanos del Chaco) auf, wo auch die Siedlung „Ñu Guasu“ liegt. Diese Siedlung wurde vor 12 Jahren gegründet und wird laut Angaben des Siedlungsleiters von mehr als 80 Familien der Ethnie Guarani Ñandeva bewohnt. Das Siedlungsbild wurde von gepflegten Familiengärten, angepflockten Schafen, vielem Sand, gutem Grundwasser und gelassenen Menschen bestimmt. Sogar eine Stromleitung hat die Siedlung schon erreicht, wobei der Anschluss derselben an das nationale Stromnetz aber noch fehlt.
Auf unserem Abstecher in das Dünengebiet war es uns leider nicht vergönnt, ein Guanako zu erspähen.
Unsere Rückfahrt zum Hotel unterbrachen wir durch einen Zwischenstopp in der Siedlung „Siracua“. Laut Angaben des Siedlungsleiters besteht diese Siedlung aus ca. 20 Familien der Ethnie Guarani Ñandeva, wobei zurzeit aber nicht alle da waren. Nach einer Kontaktaufnahme und dem Erwerb von reifen Melonen sowie einer Wassermelone erwartete uns bereits der Nationalpark „Teniente Agripino Enciso“ zu einer Wanderung, um den Tag mit etwas Bewegung in frischer Luft abzuschließen.
Am Dienstagmorgen bewegten wir uns wieder heimwärts. Dabei nutzten wir aber die Chance, eine Führung durch eine Produktionseinheit des großen Landwirtschaftsbetriebes „CRESCA“ in Anspruch zu nehmen. Die ca. 100 ha großen Parzellen von saftig grünen Sojabohnen und Mais sorgten dafür, dass wir diesen Betrieb nicht ohne Erstaunen über die Möglichkeiten, die der Chaco bietet, verließen. Etwa um 15:30 Uhr kamen wir wohlbehalten auf dem Hof des Zentralbüros der ASCIM in Filadelfia an. Gott sei gedankt für Schutz und Bewahrung!


Interview mit Thorsten Duerksen, Mitglied des Exekutivteams der ASCIM.

(Im Auftrag des Exekutivteams der ASCIM, Heinrich Dyck)


19/03/2014

Allgemeine Mitgliederversammlung der FTC 

Am Donnerstag, dem 06. März 2014, fand die Jahresversammlung der FTC (FundaciĂłn Tres Colonias = Stiftung Drei Kolonien) im Esssaal der Kirche der Mennoniten BrĂĽder Gemeinde in Neuland statt.
Die Registrierung der Mitglieder bzw. Delegierten der Stiftung begann um 08:30 Uhr. Während dieser Zeit konnten sich die Teilnehmer bei einem reichhaltigen Imbiss begrĂĽĂźen und austauschen. Von den 28 Mitgliedern der Stiftung waren 24 zu der Versammlung erschienen.  
Um 09:00 Uhr wurde die Versammlung mit Worten vom Leiter des Direktoriums der Stiftung Edwin Reimer und mit einer Besinnung von Prediger Heinrich Dyck aus der Mennoniten Gemeinde Neuland eröffnet. Am Beispiel der Heilung des blinden Bartimäus stellte Dyck dar, dass auf den Glauben das Sehen folgt und auf das Sehen das gemeinsame Lob des Herrn. Im Anschluss daran präsentierte Jakehorst Harrder, der Geschäftsführer der Stiftung, den Jahresbericht 2013, die Jahresabrechnung 2013 und den Kostenvoranschlag 2014. Auch trug der Leiter des Aufsichtsrates, Anton Neufeld, das Gutachten über die Jahresabrechnung vor. Alle Dokumente, die den Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt wurden, wurden angenommen.
Im Anschluss daran wurde die Manoah Mennoniten Gemeinde aus Loma Plata als Mitglied in die FTC aufgenommen. Damit zählt die Stiftung 29 stimmberechtigte Mitglieder, und zwar 18 aus Menno (Kolonie und Aufsichtsrat + 16 Gemeinden), 7 aus Fernheim (Kolonie und Aufsichtsrat + 5 Gemeinden) und 4 aus Neuland (Kolonie und Aufsichtsrat + 2 Gemeinden). Die Ämter im Direktorium belegen im Jahr 2014 wie üblich die Oberschulzen der 3 Mennonitenkolonien aus dem Chaco. Der Leiter ist Heinrich Ratzlaff aus Fernheim, der Kassierer Edwin Reimer aus Neuland und der Sekretär Gustav Sawatzky aus Menno.
Nach einer offenen Diskussion ĂĽber die Finanzierung und den Auftrag der ASCIM mit Blick in die Zukunft und der Entscheidung, in Zukunft die Jahresversammlungen der ASCIM und der FTC an ein- und demselben Tag durchzufĂĽhren, wurde die Versammlung um 11:00 Uhr geschlossen.


(Im Auftrag des Exekutivteams der ASCIM, Heinrich Dyck)


7/03/2014

Allgemeine Mitgliederversammlung der ASCIM am 05. März 2014 in der Kirche der Mennonitengemeinde Lichtenau in Süd-Menno

Am Mittwoch, dem 05. März 2014, fand die Jahresversammlung der Vereinigung ASCIM  (AsociaciĂłn de Servicios de CooperaciĂłn IndĂ­gena–Mennonita = Vereinigung der Dienste fĂĽr indianisch–mennonitische Zusammenarbeit) in der Kirche der Mennonitengemeinde Lichtenau in SĂĽd-Menno statt. 
Die Registrierung der Versammlungsteilnehmer begann um 08:30 Uhr. Während dieser Zeit konnten sich die Teilnehmer an der Musik einer Musikgruppe unter der Leitung von Frau Renate Hiebert aus Yalve Sangaerfreuen. Von den 63 Mitgliedern der ASCIM waren 49 zu der Versammlung erschienen. AuĂźer den Mitgliedern nahmen aber auch etwas ĂĽber 50 Nicht-Mitglieder an der Versammlung teil. 
Um 09:00 Uhr wurde die Versammlung mit Worten vom Leiter des Verwaltungskomitees, Dietrich Franz, und mit einer Besinnung von Prediger Alvin Toews aus der gastgebenden Gemeinde eröffnet. Im Anschluss daran wurden die einzelnen Jahresberichte der Mitglieder des Exekutivteams, die Jahresabrechnung 2013 und der Kostenvoranschlag 2014 präsentiert und angenommen. Auch trug der Leiter des Aufsichtsrates, Anton Neufeld, das Gutachten ĂĽber die Jahresabrechnung vor.
Im Anschluss daran wurde der 5-Jahres-Arbeitsplan 2014 – 2018 der ASCIM, der bereits vorher an die Mitglieder verschickt worden war, angenommen.
Planmäßig um 11:45 Uhr wurde die Versammlung der interethnischen Zusammenarbeit beendet und den Teilnehmern eine reichhaltige „Hamburguesa“ serviert, um sie auf diese Weise zufrieden zu entlassen.



(Heinrich Dyck, Personalberatung)