Es besteht die Möglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


Januar 2014


28/01/2014

Neuer UTA-Direktor

Seit dem 1. Dezember 2013 ist Walter Stockl der Direktor der “Technisch-administrativen Einheit” UTA (Unidad Tècnica Administrativa) der Mutualen Krankenhilfe AMH (Ayuda Mutual Hospitalaria). Die UTA wurde im Jahr 2006 per Gesetz 3050 geschaffen und hat die Aufgabe, Richtlinien und Bedingungen fĂĽr die Funktion der AMH-Kassen festzulegen und deren Umsetzung zu ĂĽberwachen und zu ĂĽberprĂĽfen. Auch hat sie die technische Beratung der KassenfĂĽhrungen sowie die Vermittlung zwischen Beitragszahlern wahrzunehmen. Das BĂĽro der UTA liegt in Yalve Sanga und ist an den Vormittagen der Tage Dienstag, Mittwoch und Donnerstag geöffnet. 
Die Mutuale Krankenhilfe, AMH, wurde für die Finanzierung der medizinischen Versorgung der indianischen Bevölkerung des Chaco geschaffen und deckt einen Teil der Gesundheitskosten derselben. Sie funktioniert in dezentralisierter Form durch 26 sogenannte AMH-Kassen von Indianergemeinschaften. Ein Teil der AMH-Kassen wird von der ASCIM beraten und mitverwaltet und der Rest jeweils von einer der drei Mennonitenkolonien im Chaco. Für die Kontrolle der Verwaltung und Handhabung dieser AMH-Kassen wurde die “Technisch-administrative Einheit”, UTA, eingerichtet, die per Gesetz der ASCIM unterordnet ist.

(Renate Froese de Penner, UTA)


23/01/2014

Wirtschaftsberater treffen sich in Pozo Amarillo

Am Donnerstag, den 16. Januar 2014 fand in Pozo Amarillo das monatliche Treffen der Wirtschaftsberater von ASCIM statt. Pozo Amarillo ist eine Indianergemeinschaft östlich von Buena Vista, Kolonie Menno. Sie hat ein Kooperationsabkommen mit der ASCIM unterzeichnet, das sowohl wirtschaftliche Beratung als auch Betreuung in Gesundheit und Bildung beinhaltet. Es leben hier schätzungsweise 530 Familien der Enhlet mit etwa 1600 Personen. Die gemeinsame Viehstation unterhält etwa 3 tausend Hektar Weide fĂĽr die 700 KĂĽhe und 500 Kälber. Ausserdem wurden 72 Hektar Land mit Sesam bepflanzt. 
An dem Wirtschaftertreffen vorort beteiligten sich 40 Personen, die den Indianergemeinschaften, die mit ASCIM zusammenarbeiten, beratend zur Seite stehen. Sie wurden von Elisabeth und Hein Doerksen empfangen, die fĂĽr Pozo Amarillo zuständig sind. Ausserdem arbeitet in dieser Indianergemeinschaft David Hiebert im Konsumladen und in der BuchfĂĽhrung. Bei dem Wirtschaftertreffen ging es in diesem Monat um die Vorstellung von Walter Stockl als neuen Direktor der administrativen technischen Einheit, UTA, fĂĽr die mutuale Krankenversicherung, AMH. Ausserdem präsentierte Rainer Neufeld von der Stiftung FIDA das Programm fĂĽr Aussaatkredite und der ASCIM-Generaldirektor, Jakehorst Harder, gab Erklärungen zum neuen Steuergesetz, IRAGRO, das Steuern auf landwirtschaftliche Erzeugnisse erhebt. 

(Marcos Warkentin, Produktionsprogramm)


15/01/2014

Eröffnung einer Filiale des Instituts für Lehrerbildung von Filadelfia am „Centro Educativo Indígena Yalve Sanga“

Im Jahr 2010 wurde der letzte Kurs im „Centro IndĂ­gena PedagĂłgico = CIP“ am „Centro Educativo IndĂ­gena Yalve Sanga“ aufgenommen und Ende 2012 aus der Probezeit (PasantĂ­a) entlassen. Diese zum Programm der integralen Bildung (FormaciĂłn Integral) am „Colegio IndĂ­gena Yalve Sanga“ gehörende Ausbildung, die neben dem regulären Kurrikulum wahlweise von SchĂĽlerinnen und SchĂĽlern des 2⁰ und 3⁰ Kurses der Oberstufe (EducaciĂłn Media) belegt wurde, befähigte die Absolventen dieser 3jährigen Teilzeitausbildung, im ersten Zyklus (1⁰ Ciclo = 1. – 3. Schuljahr) der Grundschulausbildung zu unterrichten. 
Da die Indigenen schon seit längerer Zeit den Wunsch hatten, sich als Lehrkräfte fĂĽr den zweiten Zyklus (2⁰ Ciclo = 4. – 6. Schuljahr) der Grundschulausbildung ausbilden zu lassen, war die ASCIM bestrebt, ihnen diese Möglichkeit einzuräumen. Nach mehreren Jahren Anlaufzeit war es in diesem Jahr nun endlich soweit, dass dieses Ziel konkretisiert wurde. 
Seit etwa Mitte 2013 findet man in den Protokollen des Exekutivteams immer wieder Protokollausschnitte, die sich mit dieser Thematik befassen. Dabei ist zu beachten, dass im Protokoll Nr. 379 vom 01. 07. 2013 des Vorstandes der ASCIM unter Punkt „4.3. Lehrerbildung“ zu lesen ist, dass der Vorstand darum bittet, im kommenden Jahr mit dem Programm zu beginnen.
In der Folgezeit sind die Vorbereitungen auf das Studienjahr 2014 dann intensiv vorangetrieben worden, so dass mittlerweile abzusehen ist, dass der erste Studiengang der Filiale des Instituts für Lehrerbildung (IfL) von Filadelfia am „Centro Educativo Indígena Yalve Sanga“ regulär wird beginnen können.
Die Lehrerbildung wird mit zum Bereich der formalen Bildung gehören, dem Elroy Funk aus Menno als pädagogischer Supervisor der Schulzone 7 vorstehen wird. Egon Rempel aus Fernheim hat sich bereit erklärt, die Generaldirektion des „Centro Educativo Indígena Yalve Sanga“ zu übernehmen, in dem ab 2014 auch der tertiäre Ausbildungsbereich untergebracht sein wird.
FĂĽr die Unterbringung der Studenten/innen sind bestehende Gebäude inYalve Sanga renoviert und entsprechend möbliert worden. Die Beköstigung der Studenten wird die InternatskĂĽche des Jungeninternats des „Colegio IndĂ­gena Yalve Sanga“ ĂĽbernehmen. Die EinschreibegebĂĽhr pro Student beträgt 2014 1 Million Guaranies, was aber nicht heiĂźt, dass damit die gesamte GebĂĽhr fĂĽr das Studienjahr bezahlt ist. Da bedarf es noch anderer Finanzquellen.
In Bezug auf die aufzunehmenden Studenten war von Anfang an klar, dass nicht nur indigene, sondern auch nicht indigene Studenten aus dem Chaco aufgenommen werden sollten. Der Leitgedanke dabei ist: „Aus dem Chaco für den Chaco“.
Man hat grundsätzlich festgelegt, dass die Studentenschaft zu 75% aus indigenen und zu 25% aus nicht indigenen Studenten bestehen soll. Allerdings sollen in den Internaten die indigenen Studenten den Vortritt haben, wobei dort aber keine Ehepaare aufgenommen werden sollen. 
Als Lehrkräfte für die Lehrerbildung konnten Heinz Dieter Giesbrecht und Ruminda Insaurralde de Ojeda aus dem IfL von Filadelfia und Liliane Bergen aus der Schulverwaltung von Fernheim angeworben werden. Auch Egon Rempel und Elroy Funk werden gewisse Fächer unterrichten. Aus dem Lehrerstab des „Colegio Indígena Yalve Sanga“ werden Dario Medina, Gudrun Warkentin, Teresa Kufeld de Aguilera, Delcy Caballero und Elba Benítez Unterricht im IfL erteilen. Die Beziehungen zum Ministerium für Erziehung und Kultur (MEC) wird der Leiter des IfL von Filadelfia Edgar Neufeld übernehmen.
Bleibt zu hoffen, dass sich genĂĽgend Studenten fĂĽr den ersten Studiengang des IfL in Yalve Sanga melden werden und dass das Studienjahr erfolgreich wird eröffnet werden können. 

Hier können Sie Fotos von den Räumlichkeiten sehen.


(Heinrich Dyck, Exekutivkomitee ASCIM)