Es besteht die M├Âglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


Februar 2014



27/02/2014

Fortbildung im Gesundheitsprogramm

Das Leben ist ein Geschenk von Gott: Achte darauf! Dies war das Hauptthema, das wir uns im Gesundheitsprogramm f├╝r das Jahr 2014 gegeben haben. Als Gesundheitspersonal glauben wir, dass wir die Verantwortung haben, den Menschen zu helfen, ein gesundes Leben im Rahmen der M├Âglichkeiten eines jeden zu f├╝hren.  

Im Februar hatten wir das erste Schulungstreffen mit dem 
Gesundheitspersonal, wo wir verschiedene Berichte ├╝ber die Aktivit├Ąten des Jahres 2013 h├Ârten. Au├čerdem hatten wir die Gelegenheit, die Krankenschwester Dorianne Wiens, die auf der Krankenstation arbeitet, vorzustellen. Ebenfalls im Februar wurde der Fortbildungsworkshop f├╝r die empirischen Hebammen der verschiedenen Siedlungen durchgef├╝hrt.

(Dr. Wilmar Dyck - Chefarzt)


20/02/2014

La Huerta mit neuem Arbeitsprogramm

Die Landwirtschaftsschule hat den Unterricht am 10. Februar 2014 mit der Einschreibung von 90 Sch├╝lern aufgenommen: 46 Sch├╝ler f├╝r den BTA (Bachillerato T├ęcnico Agropecuario, d.h. technische Mittelstufe mit landwirtschaftlicher Ausrichtung) und 44 Sch├╝ler f├╝r das Programm der Erwachsenenausbildung, das hei├čt, den ┬äPr├íctico Rural┬ô (PR) oder Praktischen Landwirten. In diesem Jahr zahlen die Sch├╝ler zum ersten Mal eine Einschreibegeb├╝hr; einen eher symbolischen Betrag von 250.000 Gs f├╝r die Sch├╝ler des PR und von 500.000 Gs f├╝r die Sch├╝ler des BTA f├╝r ein Jahr.

Seit diesem Jahr haben beide Programme ihre Aktivit├Ąten im Februar gestartet, eine ├änderung, die innerhalb der Institution vorgenommen wurde, da das Schuljahr der Erwachsenenausbildung zuvor im August begann und Ende Mai mit dem Schulschluss endete. Die ├änderung beinhaltet auch, dass die Sch├╝ler das ganze Jahr bleiben und einen Teil ihres Praktikums w├Ąhrend der Winterferien machen. Auf diese Weise gibt es nur einmal im Jahr eine Graduationsfeier im November. Nach dem Schulabschluss machen alle Sch├╝ler ihr Sommerpraktikum f├╝r etwa zwei Monate (Dezember und Januar).

Auch die Arbeitszeit hat sich ge├Ąndert. Wir arbeiten f├╝nf Tage die Woche, von Montag bis Freitag, und der Samstag ist ein freier Tag, was den Sch├╝lern passt, die ihn f├╝r verschiedene Wochenendaktivit├Ąten n├╝tzen. Die Sch├╝ler wohnen im Internat und werden alle vier bis f├╝nf Wochen f├╝r ein langes Wochenende zu ihren Siedlungen gebracht werden.

(Eldon Enns, Generaldirektor)


15/02/2014

Beginn des Schuljahres am CEIYS

Das Bildungszentrum CEIYS (Centro Educativo Ind├şgena Yalve Sanga) begann sein Schuljahr mit insgesamt 250 Studenten: 84 in der Grundschule (Primarschule Mariscal Estigarribia), 144 Sch├╝ler im Sekundarbereich (Colegio) und 22 Studierende im Terti├Ąrbereich (Lehrerbildung). Dieser Lehrerbildungskurs auf terti├Ąrer Ebene ist erstmalig in der Geschichte der ASCIM und funktioniert als eine Zweigstelle des Institutes f├╝r Lehrerbildung in Filadelfia, anerkannt vom Ministerium f├╝r Erziehung und Kultur.

Die Leitung des CEIYS ist daf├╝r zust├Ąndig, die verschiedenen Aktivit├Ąten mit den verschiedenen Gruppen oder Studienebenen zu organisieren, durchzuf├╝hren und zu kontrollieren. Dazu trifft sich das Leitungsteam zweimal im Monat, um organisatorische Themen, Projekte und Disziplinf├Ąlle zu behandeln. 

(Lic. Egon Rempel, Generaldirektor CEIYS)


10/02/2014

Lehrer der ASCIM bereiten Schuljahr vor

An den Tagen vom 6. und 7. Februar fand die Eingangskonferenz der Lehrer statt, die an Schulen im Verwaltungsbereich der ASCIM unterrichten. Die ASCIM verwaltet den Bildungsdistrikt 7 im Departament Boquer├│n, zu dem private, staatliche und subventionierte Primar- und Sekundarschulen geh├Âren. Das an diesen Schulen unterrichtete Material richtet sich nach dem Lehrplan des Erziehungsministeriums. Auf der Eingangskonferenz in der vergangenen Woche in Yalve Sanga erarbeiteten die Lehrer Jahrespl├Ąne f├╝r die jeweiligen F├Ącher, um das vorgeschriebene Material in einer gewissen vorgegebenen Zeitspanne zu unterrichten. Das soll dazu beitragen, dass die gesteckten Bildungsziele erreicht werden. Weiter wurden die Lehrer ├╝ber einige verwaltungsm├Ąssige Regelungen von seiten der Erziehungsministeriums informiert. Dabei ging es zum Beispiel um Versetzungen, um das Einreichen von einer gewissen Arbeitsstabilit├Ąt um eine Lohnerh├Âhung zu erhalten, usw. Ein Grossteil der an den Schulen im Verwaltungsbezirk 7 unterrichtenden Lehrer beziehen ihr Gehalt vom Erziehungsministerium und haben dadurch das Recht auf bestimmte Verg├╝nstigungen; sie m├╝ssen aber auch die vorgegebenen Prozesse kennen und einhalten. 


(Elroy Funk, Bildungsprogramm)


07/02/2014

R├╝stzeit zur Motivation der Mitarbeiter

Am Mittwoch, den 5. Februar, fand eine R├╝stzeit f├╝r alle mit dem Beratungsprogramm der  ASCIM verbundenen Personen statt. Dabei handelt es sich um Angestellte der ASCIM, Mitarbeiter der ASCIM, Tr├Ąger der ASCIM, Vertreter von Partnerorganisationen der ASCIM und Angestellte der von ASCIM beratenen Siedlungen. Es waren ├╝ber 500 Personen zu dem R├╝sttag in Yalve Sanga erschienen. Mit vier Vortr├Ągen und gemeinsamen Singzeiten sollten sie ermutigt werden, die Arbeit fortzusetzen. 
Der Tag begann mit einer Besinnung von Horst Neufeld, Leiter der Indianer-Bibelschule, mit einigen Ausf├╝hrungen zum Bibelvers aus Matth├Ąus 6:33 ┬ôWenn ihr f├╝r ihn lebt und das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen macht, wird er euch jeden Tag geben, was ihr braucht┬ö. 
Wilfried Giesbrecht, Licenciado in Umweltwissenschaft, brachte zwei Vortr├Ąge ├╝ber zwischenmenschliche Beziehungen. Er verwies darauf, dass das Leben aus Beziehungen besteht und jeder irgendwie kommuniziert. Die Grundlage jeder aufbauenden Kommunikation sei die Solidarit├Ąt. Giesbrecht ermutigte dazu, die Anweisungen in Hebr├Ąer 13 f├╝r die F├Ârderung der zwischenmenschlichen Beziehungen anzuwenden. F├╝r die Erhaltung des Friedens sei es von entscheidender Bedeutung, dass die Grundbed├╝rfnisse aller Bewohner einer Region oder eines Landes gestillt w├╝rden. Dabei sei zu beachten, dass dies den Gegebenheiten der einzelnen ethnischen Gruppen entsprechend geschehe.
Jacob Lepp, Feldsekret├Ąr von Licht den Indianern, erinnerte in seinem Vortrag daran, dass die pers├Ânliche Motivation und der pers├Ânliche Einsatz dar├╝ber bestimmen, ob Arbeitsprogramme ineinander verkn├╝pft das gleiche Ziel verfolgen k├Ânnen. 
Lic. Werner Giesbrecht und eine Musikgruppe sorgten zwischen den Vortr├Ągen durch eine sehr gute Anleitung f├╝r beschwingtes gemeinsames Singen von Liedern mit christlichem Inhalt.
Der Tag schloss mit einem Vortrag von Lic. Konrad Polnau zum Thema “Geistliche Motivation” und einem Segensgebet für die Mitarbeiter ab.


(Heinrich Dyck, Personalberatung)


03/02/2014

Zur Situation der AMH -Versicherten 
in den von der ASCIM beratenen Siedlungen

Am 31. Dezember 2013 verfasste und ver├Âffentlichte der Koordinator des Gesundheitsberatungsprogramms der ASCIM eine Bekanntmachung f├╝r dieAMH-Versicherten der von der ASCIM beratenen Siedlungen und deren Arbeitgeber. Diese Bekanntmachung beinhaltete, dass auf den Gesundheitsposten der genannten Siedlungen und im Krankenhaus von Yalve Sanga ab dem 1. Januar 2014 nur noch die rosafarbenen AMH-B├╝chlein des Jahres 2014 akzeptiert werden. Die Bekanntmachung schloss mit der Aufforderung an die Versicherungsberechtigten, sich vor dem Aufsuchen eines Krankenhauses bzw. Gesundheitspostens zu vergewissern, dass ihr AMH-B├╝chlein in Ordnung ist!
Sofern die AMH-B├╝chlein-Berechtigten sich rechtzeitig darum gek├╝mmert hatten, f├╝r sich und ihre Familienmitglieder die f├╝r den Erwerb der AMH-B├╝chlein erforderlichen Personaldokumente wie Geburtsschein (Certificado de Nacimiento) und Personalausweis (C├ędula de Identidad)  zu besorgen, war der Inhalt dieser Bekanntmachung auch kein Problem. Denn diese Personen waren oder sind bereits im Besitz ihrer neuen rosafarbenen AMH-B├╝chlein und k├Ânnen die Gesundheitsdienstleistungen des Gesundheitsberatungsprogramms der ASCIM ohne Weiteres in Anspruch nehmen, sofern die AMH-Kasse ihrer Siedlung und die Beitragseintragungen in ihren B├╝chlein dies hergeben. 
Problematisch wurde oder wird die Angelegenheit zu Beginn des Jahres 2014 f├╝r diejenigen AMH-B├╝chlein-Berechtigten und deren Familienmitglieder, die ihre Aufgaben nicht erf├╝llt haben. Dabei kann es sein, dass sie entweder von der Wichtigkeit der Sache nicht ├╝berzeugt waren, schwer ein Standesamt erreichten oder bei ihren Versuchen, an die entsprechenden Dokumente zu kommen, nicht Erfolg hatten. 
Tatsache ist, dass ab 2014 nur noch diejenigen AMH-B├╝chlein-Berechtigten  ihre AMH-B├╝chlein ausgeh├Ąndigt bekommen, die die entsprechenden Dokumente vorlegen. Denn ab diesem Jahr sind die Nummern der AMH-B├╝chlein identisch mit den Nummern der Personalausweise der Inhaber (Titulares) der jeweiligen B├╝chlein. Und das hei├čt, dass die AMH-B├╝chlein nur dann eine Nummer bekommen k├Ânnen, wenn der potenzielle Inhaber so eines B├╝chleins seinen Personalausweis vorlegt, um die Nummer desselben in sein AMH-B├╝chlein ├╝bertragen zu k├Ânnen. Au├čerdem sollen auch alle ├╝ber die jeweiligen B├╝chlein der Inhaber mit versicherten Personen (Personas dependientes) ihre Personalausweise bzw. eine Kopie derselben vorlegen. Diese Kopien werden dann im B├╝ro des Gesundheitsberatungsprogramms archiviert und erm├Âglichen eine exakte ├ťbersicht ├╝ber die Anzahl und die dokumentierte Identit├Ąt der AMH-Versicherten. Es ist dann n├Ąmlich nicht mehr m├Âglich, dass Personen beliebig ihre Namen wechseln oder beliebig oft neue Personalausweise beantragen. Denn dadurch sind sie automatisch nicht mehr versichert, zumal es solche ┬äneuen┬ô Personen unter den Versicherten nicht gibt.
Um die Erlangung der AMH-B├╝chlein nicht zu sehr zu erschweren, wird es in diesem Jahr bis Ende M├Ąrz m├Âglich sein, dass f├╝r die bei einem Inhaber eines AMH-B├╝chleins mit versicherten Personen nur ein Geburtsschein (Certificado de Nacimiento) bzw. eine Kopie desselben vorgelegt werden muss, um das entsprechende AMH-B├╝chlein ausgeh├Ąndigt zu bekommen. Dabei sind die Personalausweise f├╝r diese Personen aber bis Ende M├Ąrz nachzureichen. Konkret hei├čt das, dass ein AMH-B├╝chlein-Berechtigter erst dann sein AMH-B├╝chlein ausgeh├Ąndigt bekommt, wenn f├╝r alle seine Mitversicherten zumindest ein Geburtsschein nachgewiesen werden kann, und seien es Babys.   
Mit dieser neuen Form der Nummerierung der AMH-B├╝chlein und der damit zusammenh├Ąngenden Beschaffung von Personaldokumenten wird ma├čgeblich dazu beigetragen werden, dass die Indigenen zu vollwertigen Staatsb├╝rgern werden, indem ihre dokumentierte Identit├Ąt dieselbe bleibt, was f├╝r den Arbeitsmarkt und die Verwaltung auf den ├Âffentlichen ├ämtern sehr wichtig ist. Die Indigenen in diesem Prozess der Integration in das ├Âffentliche Leben zu unterst├╝tzen, ist unser aller Aufgabe! Denn der soziale Friede wird meines Erachtens auf lange Sicht in Paraguay nur dann gew├Ąhrleistet sein, wenn alle Bewohner dieses Landes gleichberechtigte Staatsb├╝rger sind. 

(Heinrich Dyck, Personalberatung)