Es besteht die Möglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


August 2014



25/08/2014

Feier des 50jährigen Bestehens der Siedlung  Â„Campo Alegre“

Am Samstag, dem 26. Juli, fand in der indigenen Siedlung „Campo Alegre“ bei sehr schönem Wetter die gut organisierte Feier zum 50jährigen Bestehen der Siedlung statt. Die Feier wurde offiziell mit dem Singen der Nationalhymne unter Begleitung der Blaskapelle des Militärkorps aus „Mariscal Estigarribia“ eröffnet. Der Eröffnung folgte in fließendem „Nivaclé“ eine Dankansprache von Theodor Hein und ein Chorlied von Sängern der Gemeinde „Malaquias“. Anschließend fanden die bei solchen Feiern üblichen Reden und Überreichungen von Anerkennungsplaketten statt. Zu Wort kamen Edwin Pauls, der Gouverneur von „Boquerón“, Eladio Alcaraz, der Bürgermeister von „Mariscal Estigarribia“, Jorge Servín, der Präsdent des „Instituto Paraguayo del Indígena“, Edwin Reimer, der Oberschulze der Kolonie Neuland, Feliziano Díaz, der Oberschulze von „Campo Alegre“ und Jakehorst Harder, der Exekutivdirektor der ASCIM.
Besonders beeindruckend war die Parade, die aus uniformierten Gruppen der einzelnen Arbeitsbereiche und aus Maschinen der Siedlung bestand. In ihr wurde nicht nur dem wirtschaftlichen Bereich Rechnung getragen, sondern auch dem der Verwaltung, der Gemeinde, der Schule, der Gesundheit, der Ordnung sowie der Frauen-, Kinder-, Jugend- und Radioarbeit. Besonders gewĂĽrdigt wurden die Pioniere.
Aufschlussreich über das Selbstverständnis der Siedlung war und ist die Bedeutung des Denkmals, das im Zentrum der Siedlung gebaut und am Jubiläumstag enthüllt wurde. Es hat die Form eines rechtwinkligen Trapezes. Dabei ist die Basis desselben (1964) wesentlich länger als ihre obige Parallele bzw. die obige Grundseite (2014). Die beiden von unten nach oben verlaufenden Schenkel des Trapezes bilden also keine Parallele. Der Struktur wird durch zwei rechtwinklige Metallstangen, die die beiden Grundseiten des Trapezes auf der offenen Seite miteinander verbinden, Festigkeit verliehen. Das bedeutet, dass die Siedler sich in den ersten Jahren stark von den Missionaren und den Wirtschaftsberatern oder schlicht von den Mennoniten abhängig wussten. Nach und nach sind sie aber selbstständiger und unabhängiger geworden, so dass ihr Abhängigkeitsverhältnis an Intensität verloren hat, wie die wesentlich kürzere obige Grundseite des Trapezes zeigt. Die ASCIM ist im Bereich der Zusammenarbeit zwar immer noch die wichtigste Nichtregierungsorganisation, wohlgemerkt aber nicht die einzige. Und die rechtwinkligen Metallstangen der Struktur symbolisieren die Offenheit der Zukunft und ihrer Entwicklung gegenüber.
Eine gelungene Ausstellung ĂĽber die Entwicklung der Siedlung und ein schmackhaftes Festmahl umrahmten das Programm. Und dem offiziellen Jubiläum folgte am Sonntag, dem 27. Juli, in der Kirche ein Dankfest in Form eines Erntedankfestes. 
„Campo Alegre“ ist nicht die einzige der von der ASCIM beratenen Siedlungen, die bereis 50 Jahre bestehen. Weitere Siedlungen von 50 Jahren und darĂĽber sind die Siedlung „Enlhet Yalve Sanga“ (die ersten 3 Dörfer entstanden von 1953-1955, wobei das erste Dorf eines Siedlungs-Pilotprojektes 1955 entstand), die Siedlung „Comunidad NivaclĂ© Unida“ (die ersten 3 Dörfer entstanden von 1961-1963), die Siedlung „Campo Largo“ (das erste Dorf entstand 1962) und die Siedlung „La Esperanza“ (Indigene aus dem ehemaligen „Nueva Esperanza“ wurden 1962 nach „La Esperanza“ ĂĽbergesiedelt). 
Etwas später entstand die Siedlung „Pozo Amarillo“ (Sogenannte Lenguafamilien wurden 1966 von dem ehemaligen „Loma Polaina“ auf ein Landstück bei „Nueva Espranza“, das später Teil von „Pozo Amarillo“ wurde, übergesiedelt).

Hier können Sie einige Fotos von der Feier sehen.

(Heinrich Dyck, Exekutivkomitee)


19/08/2014

Halbjahresversammlung der ASCIM 2014

Am 13. August fand in Yalve Sanga die Halbjahresversammlung der ASCIM 2014 statt. Von den 67 Mitgliedern waren 43 erschienen. AuĂźer den Mitgliedern nahmen aber auch mindestens 35 Nicht-Mitglieder an der Versammlung teil.
Neben der Behandlung der regulären Tagesordnungspunkte wurde das „Kooperationskonzept der ASCIM“ thematisiert. Wilmar Stahl entfaltete das Thema aus der Perspektive der Deutschmennoniten und im Anschluss daran erläuterten die indigenen Leiter Robustiano Alemán, Feliciano DĂ­az, Avelino Angelino und Wilfrido Isac die Thematik aus der Sicht der Indigenen. Dabei fiel positiv ins Auge, dass die indigenen Leiter sehr wohl verstanden haben, dass es in dem „Kooperationskonzept der ASCIM“ nicht um die direkte Vermittlung von „Geld“, sondern um eine längerfristige Begleitung und Beratung geht, während bei andern Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen Projektorientiertheit im Vordergrund steht. Ist bei diesen ein Projekt einmal abgeschlossen bzw. vorbei, das heiĂźt, ist das dafĂĽr verfĂĽgbare „Geld“ einmal ausgegeben, kommt es zur abrupten Beendigung der Zusammenarbeit. 
Das Verständnis von „Kooperation“ im Sinne der ASCIM hat bei den indigenen Siedlern im Allgemeinen aber noch nicht Fuß gefasst. Vielmehr denken die Siedler bei dem Wort „Kooperation“ im Allgemeinen unumgänglich an das Wort „Geld“. „Kooperation“ bedeutet für sie die Vermittlung von „Geld“, mit dem Lebensmittel erworben werden können, um auf diese Weise die Grundbedürfnisse des Menschen zu befriedigen. Dementsprechend stehen die indigenen Leiter denn auch unter dem massiven Gesellschaftsdruck, „Geld“ herbeischaffen zu müssen, um ihre Tauglichkeit unter Beweis zu stellen. Wehren sie sich gegen die erwartete „Finanzjagd“, ist ihre Amtszeit im Normalfall nur von bemessener Dauer.
Das Nachdenken ĂĽber das „Kooperationskonzept der ASCIM“ machte deutlich, dass der Lernprozess des „harmonischen interethnischen Zusammenlebens“ bei Weitem noch nicht abgeschlossen ist. Es wird noch viel Durchhaltevermögen bezĂĽglich der Bereitschaft, einander zuzuhören und Sachverhalte zu erklären, an den Tag gelegt werden mĂĽssen, um die „interethnische Kooperation“ nicht zum Stillstand kommen zu lassen. Dabei ist offensichtlich, dass die „Kooperation“ innerhalb der ASCIM nur von Dauer sein kann, wenn beide Partner dranbleiben werden. Wie dies aussehen muss, verdeutlichte die von Wilmar Dyck mit Hilfe von SimeĂłn Negro und Ewald Regier vorgefĂĽhrte Veranschaulichung gelungener Zusammenarbeit nur zu klar. Letztere fĂĽhrten nämlich vor, dass man einen Baumstamm mit einer Zweimann-Ziehsäge nur unter der Bedingung in 2 Teile zersägt bekommt, dass beide an dem Zersägungsvorgang Beteiligten ihre jeweilige Aufgabe sachgerecht wahrnehmen. Andernfalls bleibt der Stamm unzersägt. 

Hier können Sie den Halbjahresbericht lesen.

Hier können Sie einige Fotos sehen.

(Heinrich Dyck, Personalberatung)


14/08/2014

PPSI begeht RĂĽsttag

Das Personal des Gesundheitsprogramms der ASCIM, PPSI, hat am 31. Juli 2014 seinen jährlichen RĂĽsttag zur geistlichen Besinnung im Algarrobo-Park bei Filadelfia begangen. Es beteiligten sich etwa 90 Personen aus den verschiedenen Bereichen der Gesundheitsarbeit. Passend zum Tag der Freundschaft, der am 30. Juli gefeiert wird, lautete das Thema des Tages: Die Freundschaft mit Jesus widerspiegelt sich in unseren Beziehungen zu unserem Nächsten.  Als Redner war der bekannte Prediger und Missionar, Conrad Polnau, aus Neuland eingeladen. 
Am Morgen fand ein Programm mit vielen Liedern und dem Vortrag statt. Danach gab es Volleyball, Fussball, Tischspiele und Tereré mit Gemeinschaftspflege. Um 11:30 Uhr wurde das Mittagessen serviert und weiter gings mit den Tischspielen, ehe sich die Gruppe um 13:00 Uhr wieder versammelte, um sich über den Vortrag und dessen Anwendung im Alltag auszutauschen. Der Rüsttag schloss mit einer Gebetszeit und Segen.

Hier sehen Sie einige Fotos.

(Dr. Wilmar Dyck, Chefarzt)


13/08/2014

Halbjahressitzung der ASCIM

Heute, am Mittwoch, den 13. August 2014, findet die Halbjahresversammlung der ASCIM in Yalve Sanga statt. Die Sitzung beginnt um 8:30 Uhr mit der Registrierung der Teilnehmer. Auf dem Programm stehen der Halbjahresbericht und der Finanzbericht, gebracht von dem Exekutivdirektor der ASCIM, Jakehorst Harder. Weiter soll ĂĽber das Kooperationskonzept der ASCIM beraten werden. Die Versammlung schliesst mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Hier können Sie den Halbjahresbericht lesen.



04/08/2014

Planung der Aktivitäten für das Wirtschaftsjahr 2014/2015

Im Monat Juni und anfangs Juli wurden in allen Siedlungen die Abkommen der Zusammenarbeit (Convenios de Cooperacion) erneuert und die Kostenvoranschläge fĂĽr das Wirtschaftsjahr 2014/2015 erstellt. Diese Arbeit wurde in allen 15 Siedlungen gemacht. Der Kostenvoranschlag wird vom Verwaltungsrat, dem Wirtschaftsberater und eventuell mit Hilfe vom Personal des SEAP vorbereitet. Bei der Vorbereitung werden Daten gesammelt, wie z.B. anstehende Arbeiten auf der Estancia, Neueinrichtungen, Viehverkäufe, etc. 

Zur Erstellung des Kostenvoranschlags trifft sich der Verwaltungsrat (Consejo) der Siedlung, der jeweilige Wirtschaftsberater und Personal des SEAP. Die Arbeit dauert zwischen 3 – 6 Stunden, wo intensiv geplant, gerechnet, aber auch verhandelt wird, wenn die Ideen und Pläne verschieden sind oder wenn die Projekte die finanziellen Möglichkeiten bei weitem ĂĽbersteigen.

Ist der Kostenvoranschlag einmal unterschrieben, ist er fĂĽr beide Seiten (Siedlung und ASCIM) verpflichtend. Ă„nderungen sollten nur in gemeinsamer Absprache und schriftlicher Ăśbereinkunft (Reajuste Presupuestario) gemacht werden.


(Thorsten Duerksen, Produktionsprogramm)