Es besteht die M├Âglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


April 2013



30/04/2013

ASCIM-Direktor unternimmt Auslandsreise

Der Exekutivdirektor der ASCIM, Jakehorst Harder, reist nach Europa. Harder antwortet damit auf eine Einladung der Internationalen Mennonitenorganisation, IMO. Stationen seiner Reise vom 1. bis zum 21. Mai sind Deutschland, Frankreich, Schweiz und Niederlande. IMO ist ein Hilfswerk der europ├Ąischen Mennoniten f├╝r Solidarit├Ąt, Frieden und Gerechtigkeit sowie f├╝r Partnerschaft, Entwicklung und Zusammenarbeit.

 

25/04/2013

Studienreise des Wirtschaftsprogramm der ASCIM

Am 9. April hatten die Berater des Wirtschaftsprogramms der ASCIM die Gelegenheit, eine Studienreise zu machen. Das Ziel dieser Reise war, die Wirtschaftsberater und andere Arbeiter des Wirtschaftsprogramms zu ermutigen und zus├Ątzlich ein Dankeschoen zu sagen fuer ihren guten Einsatz in der ASCIM.
Am Dienstag um sieben Uhr morgens ging die Reise mit einem Bus los. Es waren 40 Personen dabei.


Am ersten Tag besuchten wir den Schlachthof der Kolonie Neuland und die Lederverarbeitungsanlage, Cencoprod, beide in Villa Hayes. 


Zum Abend waren wir dann in Friesland, wo wir auch uebernachteten. 
Den zweiten Tag wurden wir vom Beratungsdienst der Kolonie Friesland begleitet. Wir lernten die Arbeit des Beratungsdienstes kennen und besuchten auch einige Produzenten. Zusaetzlich erhielten wir einen Einblick in die Nachbahrschaftshilfe (Covesap) der Kolonie Friesland.


Am dritten Tag machten wir ein Besuch in der dritten Fabrik von Mandiokast├Ąrke, Codipsa.


Auch waren wir in der Johannes-Gutenberg- Schule von Santani. An dem gleichen Abend fuhren wir bis Santa Rosa del Aguarai.
Am vierten Tag machten wir noch einige Besuche bei Fabriken in der Menonitenkolonie Rio Verde. 


Am Samstag morgens begann dann die Rueckreise nach Yalve Sanga.
(Marcos Warkentin, Wirtschaftsprogramm der ASCIM)


19/04/2013

Bericht ├╝ber das Bildungsprogramm der ASCIM

Radio La Voz del Chaco Paraguayo sendete in seinen Missionsnachrichten ein Interview mit Elroy Funk, dem pedagogischen Berater f├╝r die indigenen Schulen, die mit der ASCIM kooperieren. Funk sprach ├╝ber die Anzahl der Schulen, die unter der Bildungsaufsicht der ASCIM stehen und ├╝ber die evangelisch ausgerichtete Bildung, die hier angeboten wird.

Das Interview mit Elroy Funk k├Ânnen Sie hier anklicken.




19/04/2013

Zum Tag des Indianers

Seit 1940 gilt der 19. April als Tag des amerikanischen Indianers. Der Gedenktag wurde von dem ersten interamerikanischen Indianerkongress in Patzcuaro, Mexiko, eingerichtet. Das Ziel dabei ist es, die indigenen Kulturen im ganzen Kontinent zu sch├╝tzen und zu erhalten. An dem Kongress in Mexiko nahmen 1940 Vertreter von Indianerv├Âlkern aus verschiedenen Regionen Amerikas teil. Sie sprachen ├╝ber die soziale und wirtschaftliche Situation in ihren Ortschaften, ├╝ber Probleme und N├Âte. Auf dieser Konferenz entstand dann ein Dokument, das zur Gr├╝ndung des interamerikanischen Indianerinstituts f├╝hrte, das sich 1953 der Verwaltung der Organisation Amerikanischer Staaten unterordnete. Heute geh├Âren ihm 16 Staaten Lateinamerikas an.

In Paraguay entstand die Idee, einen Tag des Indianers zu feiern, schon im Jahr 1930. Der Vorsitzende des Geschichtsmuseums, Dr. Andr├ęs Barbero, bat um die Einf├╝hrung eines Tages im Schulkalender des Landes, um der jungen Generation den Respekt gegen├╝ber den Guaran├ş-Indianer zu lehren. Sein Antrag wurde angenommen und so erhielten die Sch├╝ler am 11. Oktober jeden Jahres Lektionen ├╝ber die indianischen Kulturen in Paraguay. Diese unterstrichen ausserdem, dass die Indianer Recht auf eigenes Land f├╝r die Anlegung von D├Ârfern und Industrien haben, um sie so dem Staatsleben zu integrieren.

Nachdem der interamerikanische Indianerkongress den 19.April als Gedenktag f├╝r die Indianer einrichtete, ├╝bernahm auch Paraguay dieses Datum zur Bewusstmachung der indigenen Kulturen. Traditionsgem├Ąss wurden die indigenen Angelegenheiten im Land von den Streitkr├Ąften verwaltet. Ein  Indianerinstitut gr├╝ndete die Regierung im Jahr 1981 mit dem Gesetz 904, bekannt als ┬ôStatut der Indianergemeinschaften┬ö. Erweiterungen und Verbesserungen wurden dem Gesetz in den Jahren 1992 und 1993 zugef├╝gt. Somit sind den paraguayischen Indianern eine Reihe von Rechten zugesprochen worden, die es ihnen erm├Âglichen sollen, sich am wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Leben des Landes zu beteiligen.

Laut der nationalen Statistik leben rund 108 tausend Indianer in Paraguay, die Mehrheit davon in den Departamenten Boquer├│n, Presidente Hayes und Amambay. Sie geh├Âren zu 20 Volksgruppen von 5 Sprachgruppen: Guaran├ş, Maskoy, Mataco Mataguayo,  Zamuco und Guacuru. Im zentralen Chaco leben gegenw├Ąrtig rund 28 tausend indianische Personen in verschiedenen Siedlungen. Die Mehrheit der Gemeinschaften haben eigene Statute erarbeitet und sind legal eingeschrieben. Der Tag des Indianers wird traditionell mit einem grossen gemeinsamen Fest am 19.April in der jeweiligen Ortschaft begangen. Je nach Ethnie gestalten sich die Feste unterschiedlich; normalerweise jedoch wird sowohl an die Vergangenheit erinnert und ein Ausblick in die Zukunft gemacht. 

In diesem Jahr war es nun so, dass die Feier des genannten Gedenktages nur 2 Tage vor den nationalen Wahlen stattfand, was bef├╝rchten lie├č, dass die Feierlichkeiten im Trubel der politischen Aktivit├Ąten untergehen w├╝rden. Erfreulicherweise war dem aber nicht so! In einer Reihe der von der ASCIM beratenen Siedlungen wurde der Tag in W├╝rde gefeiert. Dabei fiel auf, dass die einzelnen Siedlungen ihre je eigene Form gefunden haben, wie sie ihren Tag feiern. W├Ąhrend etwa in der Siedlung ┬äCampo Alegre┬ô eher in den verschiedenen Dorfgemeinschaften gefeiert wurde, hatte die Siedlung ┬äCasuarina┬ô ein allgemeines Siedlungsfest organisiert. Und w├Ąhrend in ┬äCampo Alegre┬ô und in ┬äCasuarina┬ô Gedenkfeiern in der Kirche abgehalten wurden, was nicht hei├čt, dass nicht auch andere Aktivit├Ąten stattfanden, feierte die Siedlung ┬äCampo Largo┬ô ein Volksfest, zumal die Gedenkfeier in der Kirche schon am Abend des Vortages stattgefunden hatte. 

Wie allgemein ├╝blich, geh├Ârt zum Feiern auch das Essen. So auch bei den Indigenen. Und dies um so mehr, als dass es ja in diesem Falle um ┬äihren┬ô Tag ging. Aber auch in diesem Bereich waren erhebliche Unterschiede zu verzeichnen. In ┬äCampo Alegre┬ô wurde logischerweise in der Dorfgemeinschaft gegessen, w├Ąhrend man in ┬äCasuarina┬ô das Festessen in der Siedlungsgemeinschaft zu sich nahm. Dementsprechend waren dann auch die Vorbereitungen getroffen worden. Ganz anders war es in ┬äCampo Largo┬ô. Hier wurde auf das gemeinsame Essen in der Familie Wert gelegt. Wie bei diesem Anlass ├╝blich, war auch hier die Anzahl der im Kostenvoranschlag der Siedlung vorgesehenen Rinder f├╝r diesen Tag geschlachtet worden. Nur wurde das Fleisch nicht auf die D├Ârfer verteilt oder f├╝r die gesamte Siedlung zubereitet, sondern in bewundernswerter Genauigkeit gem├Ą├č der Siedlerliste an die Familien verteilt, die es dann zu Hause im Kreise Familie genie├čen konnten.

Meines Erachtens geb├╝hrt den Verwaltungsr├Ąten der Siedlungen f├╝r solche Initiativen und die Durchf├╝hrung derselben aufrichtige Anerkennung und den Wirtschaftsberatern f├╝r die Unterst├╝tzung der Durchf├╝hrung dieser Initiativen ein aufrichtiger Dank! 


15/04/2013

In diesem Jahr finden die allgemeinen Wahlen in Paraguay statt. ├ťber die Auswirkungen, die die politischen Aktivit├Ąten auf die ASCIM-Arbeit haben, schreibt die Exekutivleitung einen Artikel in den Informationsbl├Ąttern der Chacokolonien. Der Bericht ist hier zu lesen.


12/04/2013

Kurzbericht ├╝ber praktische Bef├Ąhigungsmodule

COLEGIO IND├ŹGENA YALVE SANGA

Der Unterricht auf Sekundarschulebene im Rahmen der ASCIM funktioniert in diesem Jahr (2013) in f├╝nf Institutionen: Colegio Yalve Sanga, Colegio 1┬║ de Mayo, La Huerta, Colegio Paz del Chaco, Colegio Arco Iris. F├╝r den ersten Kurs haben sich im Februar rund 100 neue Sch├╝ler eingeschrieben.

Am Colegio Ind├şgena Yalve Sanga wird Fortsetzung gemacht mit dem parallelen Unterricht in praktischer Bef├Ąhigung, als ┬äformaci├│n integral┬ô bekannt. Schon f├╝r die Sch├╝ler des 7. bis 9. Schuljahres gibt es eine Reihe Aktivit├Ąten wie Gem├╝seanbau, Tischlerarbeit und Hauswirtschaftspraxis.

Auf Abiturebene kommen dann noch eine Reihe systematischer Module hinzu, die eine Einf├╝hrung in verschiedene Berufebenen beinhalten und 20 Unterrichtsstunden pro Woche ausmachen. Informatik spielt f├╝r die Indigenen der heutigen Zeit schon eine wichtige Rolle: Maschinenschreiben, Handhabung von Computern, Gebrauch des Internet. Auch Grundkenntnisse in Buchf├╝hrung werden ├╝bermittelt. Die Sch├╝ler des 3. Kursus formen, als praktische ├ťbung, eine Kooperative mit Statut, Verwaltungsstruktur und legaler Arbeitsweise. Dieses Mal ist es eine Kooperative, die S├╝├čkartoffeln anbaut, zu verschiedenen Produkten verarbeitet und vermarktet. Der Verdienst geht f├╝r eine Studienreise.

Noch praktischer geht es in den handwerklichen Modulen zu. F├╝r sechs Wochen werden Fahrr├Ąder und Motorr├Ąder auseinander genommen, geschmiert, repariert, und wieder zusammengestellt. Dann folgen ein paar Wochen Tischlerarbeit, Metallbearbeitung und Schlosserarbeiten mit Brunnen, Pumpen und Wasserleitungen. Ferner ist ein Modul in Elektrizit├Ąt im Paket.

Besondere Module werden f├╝r die M├Ądchen angeboten. Praktiken der gesunden Ern├Ąhrung bietet sich da an. Auch eine Einf├╝hrung in Kleinkinderziehung und Unterrichten im Kindergarten ist Teil der Bef├Ąhigung. Zusammen belegen Jungen und M├Ądchen noch einen Kursus in praktischer Schuldidaktik; das reicht nicht, um Lehrer zu werden, dient jedoch als Motivation, das in einigen das Interesse geweckt wird, als Lehrer weiter zu studieren. 

(Wilmar Stahl, Koordinator des Schulungsprogramms der ASCIM)


11/04/2013

Mitarbeiter der ASCIM nahmen an einem Kursus ├╝ber Arbeitsgesetze teil

Am Freitag, den 5. und Samstag, den 6.April 2013 nahmen die Verwaltungssekret├Ąrin und der stellvertretende Direktor der ASCIM in Asunci├│n an dem Kursus ┬ôArbeitsvertr├Ąge ┬ľ Rechte und Pflichten┬ö teil. Im Verlauf des Kursus wurden alle Themen bez├╝glich Arbeitsvertr├Ąge analysiert, ├╝ber die ein Gesch├Ąftsf├╝hrer oder Personalchef Bescheid wissen muss. Veranschaulicht wurde die Theorie anhand von praktischen Beispielen aus dem Alltag. Rechtsanwalt Samuel Dario Varela Avalos pr├Ąsentierte die Module ┬ôArbeitskonzepte: Aus├╝bung eines Berufes oder eines Handwerks┬ö und ┬ôbesondere Arbeitsvertr├Ąge┬ö. Die Informationen gr├╝ndeten sich auf das Arbeitsgesetzbuch. Zudem wurde den Teilnehmern ein Zusatzmaterial mit Formularen ├╝bergeben, wie beispielsweise Arbeitsvertrag, Dienstleistungsvertrag, individueller Arbeitsvertrag, Informationsblatt einer Verabschiedung, Informationsblatt einer Suspendierung, Abrechnung von Guthaben nach Beendigung einer Arbeitsanstellung, internes Arbeitsreglement, usw. Der Kursus war sehr informativ und hilfreich.

(Heinrich Dyck Harder ┬ľ Vizedirektor der ASCIM)


09/04/2013

├ťbergabe von besonderen Fahrzeugen

Am Montag, den 8.April 2013 wurden in Yalve Sanga eine besondere Art von Fortbewegungshilfen ├╝bergeben. Es sind von Hand angetriebene Dreir├Ąder f├╝r Personen mit Gehbeschwerden, die aber gen├╝gend Kraft in den Armen haben um zu pedalen und sich auf diese Weise fortzubewegen. Die Fahrst├╝hle kommen in verschiedenen Gr├Âssen: f├╝r Kinder und f├╝r Erwachsene. Sie wurden von der Kooperative Neuland aus den Vereinigten Staaten importiert. Die Kooperative verleiht die St├╝hle in folgender Form: die beg├╝nstigte Person darf den Fahrstuhl kostenlos nutzen. Wenn sie aber keine Anwendung mehr f├╝r den Stuhl hat, muss dieser an das Sozialkomitee der Kooperative Neuland zur├╝ckgegeben werden.

Die ASCIM erhielt insgesamt 3 St├╝hle f├╝r Kinder und 10 St├╝hle dieser besonderen Art f├╝r Erwachsene. Sie sollen ihnen mehr Unabh├Ąngigkeit und eine Fortbewegung erm├Âglichen.

(Dr. Wilmar Dyck ┬ľ Chefarzt, Gesundheitszentrum Yalve Sanga)



04/04/2013

Kauf von Schafboecken

Im M├Ąrz wurden Schafboecke fuer die Viehstationen der Siedlungen Pozo Amarillo und Paz del Chaco gekauft. Diese Boecke wurden von der Schafzucht der Familie Dittberner bei Cruce Toledo erworben. Es konnten drei Boecke der Rasse Suffolk gekauft werden und einen der Rasse Dorper. Damit erzielt man die Verbesserung und Erneuerung der Genetik bei den Schafherden auf den Indianersiedlungen.

Fuer die Landwirtschaftsschule La Huerta wurde auch ein Schafbock der Rasse Dorper von Veterinaer Ernst Sawatzky gekauft.

(Marcos Warkentin - Wirtschaftsprogramm ASCIM)