Es besteht die Möglichkeit, einen kurzfristigen Freiwilligen-Einsatz in den Beratungsprogrammen der ASCIM zu machen.


Bildung

Programm der Schulung und Befähigung

Gemäss der traditionellen Kultur der Indianer im Chaco ist der Zugang zur Umwelt und seinen Produkten durch die Kenntnis möglich, die man über ihre eigentlichen Qualitäten erworben hat.

So haben die heutigen Chacobewohner eben die schulische Ausbildung und die Programme der Befähigung als Mittel angenommen, die sozio-ökonomische Umwelt zu erobern. Um das zu erreichen, hat man im zentralen Chaco zwischen den verschiedenen Gemeinschaften, der Regierung (der nationalen und departamentalen) und der ASCIM eine Vereinbarung vermittelt für die formale und die technische Ausbildung.



Mit dem Ziel, einen stufenweisen Übergang vom Heim in die Schule zu erreichen, kommen die Indianerkinder zuerst in die Anfangsstufe (Vorschule) in ihren eigenen Dörfern. Dort beteiligen sich die Mütter abwechselnd. Auch die Grundstufe der schulischen Ausbildung, genannt erster Zyklus (1 – 3. Schuljahr), wird in den Dörfern von indianischen Lehrern gegeben, die zweisprachig unterrichten und die zwei Kulturen berücksichtigen. Aus logistischen Gründen wird der zweite Zyklus (4. – 9. Klasse) der formellen Ausbildung zentralisiert, und erst an vierter Stelle wurde im Jahre 2000 der dritte Zyklus (Abitur) angeboten.

Nicht alle Gruppen geben der formellen Bildung die gleiche Unterstützung; dennoch schätzt man, dass in denjenigen Gemeinschaften, die ein Abkommen der Zusammenarbeit mit der ASCIM haben, 80% der Kinder im ersten Zyklus der Schulausbildung sind, während sich nur 33% im 6. Schuljahr einschreiben. Im allgemeinen sind es 75% der eingeschriebenen Schüler, die das Schuljahr erfolgreich abschliessen. So ist es klar ersichtlich, dass sowohl die Kontinuität bis zum 6.Schuljahr wie auch die besseren schulischen Leistungen eine unausweichliche Herausforderung für die ASCIM bilden. Dieses Wachstum erhofft man durch eine allgemeine Verbesserung der Subsistenz in ihrem Leben, durch die progressive Befähigung der indianischen Lehrer und durch die Eroberung des angepassten Materiales, welches immer grössere Bedeutung erhält für die Schüler und für die Eltern.

Die ständige Suche nach erzieherischen Inhalten, die von der Wirklichkeit der Indianer im Chaco ausgeht, und welche auf eine angemessene Vorbereitung zielen für die Herausforderungen der sozial-ökonomischen Umwelt, hat die ASCIM dahin gebracht, immer wieder neue und praktische Programme anzubieten. So hat man zum Beispiel den Stoffplan für den zweiten Zyklus erweitert für eine Hauswirtschaft für Mädchen und Handarbeiten für Jungen.

Auch im dritten Zyklus verfolgt man das Ziel, verschiedene Fertigkeiten zu entwickeln. Im Falle der Sekundarausbildung in der Landwirtschaftsschule „La Huerta“ hat man sogar eine Kombination vom formellen Programm mit einer landwirtschaftlichen Befähigung gemacht. So hat man ein neues Experiment der integralen Ausbildung angefangen.

Im Bereich der Mittelstufe führt man ein Abitur mit verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten, in denen parallel zum allgemeinen humanistischen Programm eine Befähigung für vier verschiedene Berufe anbietet: Pädagogik, Buchführung, Sekretärenausbildung und Krankenpflege. Andere Anstrengungen der beruflichen Befähigung werden nach Notwendigkeit entwickelt, und das für kurze Zeit, und in gegebenen Situationen, so wie z.B. die landwirtschaftliche Erweiterung, die Begleitung der indianischen Frauen als Leiterinnen, und die anthropologische Beratung in der Begleitung der sozialen und allgemeinen Organisation.